Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 9 (1931)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1931)
- Article
- Judentum und Feminismus
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 371 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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JUDENTUM UND FEMINISMUS 371 Dulcinea, einen Hamlet" ohne die Mutter. Man denke an: Semiramis, Kleopatra, Helena, Ginevra, Dido, Ghisole, Hypsipyle, Xantippe, Franziska, Circo, Sappho, die große Katharina von Rußland usw. Das sind nur äußere Andeutungen. Das Problem ist natürlich ein psychologisches; das heißt, wenn wir eine ,,weibliche Psychologie*' annehmen, so kommt es viel weniger auf das Weib seihst an als auf das W e i bliehe. Man denke an die Religionsstifter, an die Dichter, an die Künstler, im den Politiker, die immer ihre Antriebe im Femininen wurzeln haben. Man denke fernerhin an Typen wie Don Juan, Casanova, Mephistopheles usw., die den Begriff der Sünde in sich personifizieren. Der Aspekt ist unschätzbar und unerschöpflich. Aber nicht nur, um ein neuer Aspekt für die Geschichtsbetrachtung zu sein, sondern überhaupt, um das P h ä n o m e n W e ib einmal in seiner ganzen abgründigen Urbedeutung erfassen zu können. _L_js ist für diese Zusammenhänge besonders wichtig. Denn der Jude ist der femininste Mensch der Welt. Nur so können wir die nimmer länger verbergbare Tatsache wenigstens zu erklären suchen, daß eine kleine Rasse Menschen äußerlich das inferiorste Volk darstellt und innerlich das superiorste von jeher war. Hat sich noch niemand über diese eigenartige Diskrepanz gefragt? Ein Häuflein Menschen türmt sich geistig wie eine Pyramide über die ganze Welt, und körperlich liegt es im Schmutz, ausgestoßen, zertreten, stigmatisiert. Gibt es dafür keinen Weg der Erkenntnis? Ich sage: doch, einen. Den des Sacrificio delfintelletto. Wenn wir die vermeintliche Souveränität des Intellekts opfern — kommen wir zur Erkenntnis. Es gibt auch eine negative Erkenntnis: die des Opfers. Dem Manne kann nur dieser Weg bleiben, sonst wird er sich ewig weiter verrennen in seiner Logolatrie, während das Leben sich schon lange triumphal über ihn getürmt hat, um ihn dann mit Leichtigkeit zu erdrücken. — Das Judentum verdankt seine zentrale Stellung in der Welt nur seinem ,,WehV' in sich. Darum wird es bei einigermaßen strenger Inzucht immer der Sauerteig der anderen Völker bleiben. Man wird die Weltgeschichte überhaupt erst dann ..begreifen", wenn man die Semiten als diese Zentralinstanz ansieht, die es faktisch ist. Werner Sombart hat schon einen ähnlichen Versuch für das Wirtschaftsgebiet unternommen in seinem Buch: ,,Die Juden und das Wirtschaftsleben." Ich weiß, daß sich viele Juden davor verwahrt haben, wiewohl das Buch absolut philosemitisch geschrieben ist. Aber abgesehen von einigen selbstverständlichen Irrtümern ist das Werk unbedingt dem Wesen des Problems auf