Mannheim
Compact Memory

Menorah · 1931-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1931) · p. Seite 206

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
9 (1931)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1931)
Article
Ritter und Märtyrer
Date
1931-05-01
Page
Seite 206 (sequence 12)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2912821-2912908-2912912-2926729--10208-2926863
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

206 MENORAH spiel, „daß die Gebote, die die Juden hielten, 662 an der Zahl wären, daß es den Juden nicht gestattet wäre, den Namen Unseres Herrn Jesu oder seiner Heiligen Mutter auszusprechen, und daß sie in Wirklichkeit den Propheten Elias anriefen, wenn sie die Madonna vom Karmel nannten . . . Und daß die Vollmondstage eine besondere Verehrung genössen und an ihnen nicht gefastet würde ... Und daß sie alle Arten Fleisch ausbluten ließen und nur die Vorderteile äßen . .. und daß sie schmutzigerweise keine Tiere mit gespaltenen Hufen äßen .. . und daß sie an den Samstagen den Hut nicht abnähmen, obwohl man ihnen die Köpfe wegen solcher Unhöflichkeit zerschmettere. Auch kassierten sie an diesem Tag kein Geld ein, selbst wenn sie es deswegen verlieren müßten . .. Denn sie sagen, daß sie an diesem Tag nicht das Gewicht der Münzen fühlen wollen .. . Daß ehebrecherische Jüdinnen zum Gericht Gottes erscheinen, den Kopf mit einem schmutzigen Tuch bedeckt .. . Und sie glauben daran, daß die Seelen der Toten sich in Vögel verwandeln und in die Nähe der Leiche kommen, um dort zu trinken oder zu baden und deshalb bereiten sie einen Krug mit Wasser und ein reines Handtuch vor und am Todestage verspritzen sie alles Wasser, das sich im Hause befindet.. . und geben als Symbol des Todes ein kaltes Ei. . . Avelut genannt. Daß sie aus Angst vor dem Heiligen Gericht das Gold, das ihrem Glauben nach dem Toten auf Augen und Mund gelegt werden muß, an geheimen Stellen der Leiche unterbringen ... Und wenn sie am Morgen auf stehen, decken sie ihr Bett zu, aus Furcht, daß eine wandernde Seele hineingeraten könnte ... und daß es von übler Vorbedeutung sei, wenn man ein Kleidungsstück verkehrt anzöge... Und sie müssen einander ihre Träume erzählen und je nachdem, wie diese ausfallen, freuen sie sich oder sind sie traurig, und des Nachts dulden sie keine Kerze am Fußende .. . Und sie sagen einander nicht die Zukunft voraus, „aus Angst, daß sie ihr Glück verscherzen könnten . .. Und sie schneiden ihre Nägel nicht in der Reihenfolge der Finger, .. . sondern zunächst den ersten, dann den dritten und dann den fünften und sie zerschneiden sie in winzige Teilchen und schleudern diese weg .. . Und sie werden des Nachts nicht fegen, noch in den Spiegel schauen und sie glauben, daß es sehr schlecht ist, die Finger zu kreuzen, wenn man die Hände ineinanderlegt, oder die Arme über den Kopf zu erheben ... So verstrickt ist dies Volk in tote Gesetze .. . und von Aberglauben besessen". Eine Frau „ging immer gleich zur Beichte, wenn ihr etwas geträumt hatte und gab das böse Verhängnis an den Priester weiter. Das ist so Sitte bei den Juden. Und als sie an einem Samstagmorgen ihre

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.