Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 9 (1931)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1931)
- Article
- Ritter und Märtyrer
- Date
- 1931-05-01
- Page
- Seite 201 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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RITTER UND MÄRTYRER 201 Bekundung ihres Glaubens und zur Herabsetzung unserer heiligen Kirche zu verbrennen'4. In einem Buch, betitelt „Die Wache gegen das Judentum auf dem Festungsturm der heiligen Kirche unseres Herrn" wird erzählt, daß es „einmal ein großes Erdbeben und starke Stürme gab, weil die Juden ein heiliges Bild marterten. Aber nachdem einer von ihnen gestanden und zum Tode verurteilt worden war, hörte der Orkan augenblicklich auf". Ein anderer Verbrecher derselben Sorte entehrte gröblich die Stadt Puebla. Er war Eigentümer eines großen Ladens, der zwei Eingänge hatte. Unter der einen Türschwelle hatte er ein Kruzifix vergraben. Der Kunde, der es mit Füßen trat, erhielt bessere und billigere Waren, als derjenige, der durch die andere Tür hereinkam. Ein anderer Jude sammelte mit großem Eifer Heiligenbilder, die er „mitten zwischen allerlei Gerümpel" verstaute. Einmal „sah er das Bild Unseres Herrn Jesu Christi in einer Kirche und haßerfüllt durchbohrte ei es eines Nachts mit einem Dolche und trug es dann unter seinem Mantel verborgen nach Hause, um Es zu verbrennen. Aber o Wunder, das niemand in Abrede stellen kann, der Göttliche Wille ließ aus der Wunde Blut in solchen Strömen fließen, daß es nicht zu stillen war, bis der Jude zu Hause anlangte und im Feuerschein sehen mußte, daß er ganz blutbefleckt war." Das Buch „Dritte Ausgießung der Göttlichen Barmherzigkeit, die Stadt und Königreich von Ketzerei und der verfluchten Sekte der geheimen Juden gesäubert und erlöst hatte" und das 1648 in Mexiko erschien, berichtet, daß „im Dorfe Izquimquilpan , . . ein Bild, das als das des ,Herrn von Izquimquilpan und Christus der Armen Bleiminen' verehrt wurde, dunkel geworden und beschädigt worden war. Ratten hatten sich in seinem Körper eingenistet, die Augen fielen heraus, und obwohl es weiter viele Wunder wirkte, hatte sein Äußeres stark gelitten und das deshalb, weil so viele Juden ungestraft ihre abscheulichen Verbrechen im Lande verübten. Eines Tages löste sich plötzlich das Bild von selbst vom Kreuze, als ob es sich zu einem Gange in die Stadt aufmachen wollte, um dort die Übeltäter zu züchtigen. Winde erbrausten und die Erde erzitterte und das hielt an, bis die Juden entdeckt und bestraft worden waren. Dann erklang Musik und Gesang aus der Kirche und man hörte drin herumgehen und beten. Drei Sterne erstrahlten über der Kuppel, die Glocken begannen von selbst zu läuten und ein heller Lichtschein verbreitete sich, nach dessen Verschwinden das Bild wunderbarerweise von selbst wieder neu geworden war." Aber auch das steifnackige Judenvolk schien sich wunderbarer-