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Menorah · 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · p. Seite 51

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
9 (1931)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1931)
Article
Eisenwerk [Illustration]
Date
1931-01-01
Page
Seite 51 (sequence 6)
Language
German
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JUDEN IN DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT 51 so große Wirkungen auf das In- und Ausland aus. Goldbergers Idee hat also ihre Früchte getragen. Die Erfahrungen, die er als Schöpfer dieser Ausstellung gesammelt hat, veranlassen ihn später mit einer Reihe großer Spitzenyerbände der deutschen Wirtschaft die S t a nd i g e A u s s t e 11 u n gsko m m i s s i o n für die deutsche Industrie ins Leben zu rufen, die sich die Bekämpfung der Mißstände im Aussteil ungswesen und die Förderung der Beteiligung von Firmen an anerkannten Ausstellungen zum Ziele setzt. Goldberger wird einstimmig zum Präsidenten dieser Kommission gewählt, ein Amt, das er bis zu seinem Tode beibehält. Längst hat man auch in anderen Organisationen weit über Berlin hinaus Goldbergers Klugheit und Arbeitskraft erkannt. Viele große Verbände machen sich seine Fähigkeiten zu Nutze. Der Zentralverband Deutscher Industrieller, der hauptsächlich die führenden Unternehmen der Verarbeitungsindustrie umfaßt, beruft ihn in seinen Ausschuß, ebenso gehört er dem Vorstand der Interessengemeinschaft der wirtschaftlichen Verbände an wie dem Vorstand des Mitteleuropäischen Wirtschaftsvereins. So weit ihn sein Wirken sonst von den führenden Männern der Korporation der Kaufmannschaft trennt, gemeinsam mit Wilhelm Herz wird er einer der Begründer des Handelsvertragsvereins. Auch dem Vorstand der Zentralstelle für die Vorbereitung von Handelsverträgen gehört er an. Die Ernennung zum Geheimen Kommerzienrat dokumentiert auch äußerlich das Ansehen, das Goldberger im Staate genießt. Unmittelbar vor seiner Amerikareise legt er den Vorsitz im Verein Berliner Kau Heute und Industrieller nieder. Kommerzienrat Emil Jacob wird bis 1912 sein Nachfolger. Im Herbst 1901 tritt Goldberger seine Reise nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika an, die ihn durch das ganze Land führt. Mit fast allen führenden Männern der Wirtschaft und Politik Amerikas kommt er in Berührung. Er hat auch Gelegenheit, an einer Reihe von Festlichkeiten teilzunehmen, die man in Amerika zu Ehren des Prinzen Heinrich von Preußen veranstaltet. Am Abend vor seiner Rückreise gibt er einem Vertreter der „Associated Press" ein Interview, und in dieser Unterredung erklärt er: ,,Europa muß wach bleiben Die Vereinigten Staaten sind das Land der unbegrenzten Möglichkeiten." Dieses Schlagwort bildet den Titel seines Buches, in dem er eine Reihe von Aufsätzen über die Amerikafahrt und verschiedene Berichte, die er von dort der Deutschen Regierung erstattet hat, veröffentlicht. Goldberger zeigt

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