Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 9 (1931)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1931)
- Article
- Eisenwerk [Illustration]
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- illustration document
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2912821-2912908-2912910-2926229--09875-2926388- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
50 MENORAH rungen und die darin betätigte Sachverständigkeit für alle diejenigen Fälle zusammenfassen sollte, in denen die Erreichung eines bestimmten Zieles im gemeinsamen Interesse der Berufsgenossen lag". Waren es erst 16 Fachvereine, die sich in diesem Zentralausschuß zusammenfinden, so steigt ihre Zahl schließlich auf 47. Sie bilden, wie es Goldberger ausdrückt, das „Korrelat der fehlenden Handelskammer Berlins". Die Jahresberichte, die der Verein und der Zentralausschuß gemeinsam auf Goldbergers Veranlassung herausgeben, genießen einen großen Ruf. Immer mehr wird auch der Verein zur Erstattung von Gulachten herangezogen. In dem Kampf um die Errichtung einer Handelskammer stoßt Goldberger auf den energischen Widerstand der Ältesten der Kaufmannschaft. Der Draufgänger Ludwig Max Goldberger findet in dem Patrizier Wilhelm Herz seinen Gegenspieler. Goldbergers Forderung, eine Vertretung der gesamten in das Handelsregister Berlin eingetragenen Firmen" zu errichten, hat schließlich Erfolg. Die Handelskammer Berlin wird durch Erlaß des Handelsministers Möller vom 19. Dezember 1901 ins Leben gerufen. In seiner Rede vor den Mitgliedern des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller betont Goldberger: ./Durch die Errichtung der Handelskammer Berlin wird, das ist meine sichere Hoffnung und meine feste Zuversicht, die bis jetzt schon entbehrte Einheitlichkeit der Berliner Gewerbetreibenden aller Sonderzweige und -gruppen zu einem erheblichen Teile verbürgt werden." Der Schöpfer der größten deutschen amtlichen Wirtschaftsvertretung hat es aber niemals zu ihrem Mitglied gebracht. Im Kreise vieler Berliner Industrieller, besonders auch in den Reihen der Mitglieder des Vereins, dessen Vorsitzender Goldberger ein Jahrzehnt lang war, hatte man seit langem den Gedanken einer Berliner Weltausstellung erwogen. Wenn sich auch dieses Projekt nicht verwirklichen ließ, so verdankt die Berliner Gcwerbeausstellung des Jahres 1896 ausschließlich Goldberger ihre Entstellung. In einer Versammlung Berliner Gewerbetreibender erklärt er: „Berlin hat als Hauptstadt des Deutschen Reiches einen Aufschwung ohne gleichen genommen, und es mag Berlin wohl anstehen, öffentlich und übersichtlich zu zeigen, was es im Reiche und durch das Reich geworden ist." Nur seiner Energie gelingt es, alle Widerstände zu beseitigen. Die Ausstellung im Treptower Park wird nicht nur zu einem Abbild der Leistungen der Berliner Wirtschaft, sie wird zum Symbol des Aulschwungs, den die deutsche Volkswirtschaft genommen hat und übt