Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 8 (1930)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1930)
- Article
- Mané-Katz, der "jüdische" Künstler
- Date
- 1930-07-01
- Page
- 365 (sequence 5)
- Language
- German
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DECLA RATION *"> be* GENERAL inbtii- PRIVIl.KGU ,. > de 1750. in gtufc^ung i>e& totten flttöen geftotfrtcti ga$Ws> mit gtutfem EfeDatoBerlin/ Den 4..3WÜ st g <s 3i/ €5cbrttcft'tbtt366ähi9{U9ufrin €nay/ Ädniglic^ 9)reugiföm priüilcgtrUR #of*2?>ud)i>rucf<T. Ans der Ausstellung: Aites-Berlin. Herlin HJ.'iO „(iKNE^AUUDENPHIVILKd VON 1750" Hirsamturchir </.r deutscht n .Jüdi n. Ht rlir. seine Gabun voll entwickeln zu können. lud nun die Frage: "Warum gilt diese Kunst als d i e jüdische Kunst? Wohl nicht ihrer Sujets weisen oder — vorsichtiger gesagt wohl nicht nur ihrer Sujets wegen: denn mich Fnkundigste dürften heule darüber hinaus sein. Schilderer jüdischen Lebens daraufhin als jüdische Künstler anzusprechen: Gauguin, dier auf Tahiti Tahitaner malte. inül.Ue sonst demgemäß als tahilaniseher. ein Maler, der Tiere malt als ..tierischer" Maler bezeiichnet werden. Ihres Geistes wegen also? Feig wäre es. Mane-Katzcns Kunst als jüdisch nicht ausgeben zu wollen. Die Zermürbten, die kaum mehr starken Fmpfindens fähig sind, denen die Kraft versagt ist. zu sagen, was sie leiden, die vor Schwäche taktlos werden und vor Armut mauscheln — auch sie gehören in unseren Bereich. Doch nicht nur sie. Sutiu rief unsere Verzweiflung so laut in die Well, daß die Festen der Philister erzitterten, Ghagall gehmg es. jiddisch vom jüdischen Leben zu fabulieren, und viele unserer Künstler vermochten es durch ungeheure Zucht und Verinnerlichuug, die Malsprache Europas vollkommen meisternd, in ihr Erlebnisse auszusprechen, die aus dem Tiefsten ihres jüdischen Wesens stammen. Dem Judentum wird aber, Avas sie schallen, nicht zugerechnet. Sie sind Juden und Künstler. Jüdische Kunst ist nur das andere.