Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 8 (1930)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1930)
- Article
- Mané-Katz, der "jüdische" Künstler
- Date
- 1930-07-01
- Page
- 366 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus der Ausstellung: Alles-Berlin. Berlin MJ.'W „LISTK DLR 1812 ANV.LXOMMLNKN KAMIIJKNNAM KN" (itsarntar-chir <!< r daitsi-hcn .ludrti. lUriin Woher kommt diese merkwürdige l':;chhaliung? Woran liegt es. daß sie sich erhält um! fortsetzt? Liegt es an den Künstlern, die, wenn sie stark genug sind, sich in der Krenide zu behaupten, der ..Well" zeitlebens ihr jüdisches Temperament darbringen, ihrem Volke aber ..den kalten Leichnam zurückgeben", dessen Lel)en einst von ihm ganz losgel(")sl war? Oder am jüdischen Publikum, das. Iiis vor kurzem zum grüßten IV iL ohne bildende Kunst lebend, ihr mit unkiilIi\ierten Sinnen gegenübersteht, echter Kunst nicht zu folgen vermag und an l'nkunst (ielallen findet? Tatsache ist es. daß große Künstler in der kurzen Zeil jüdischen Kunslschaliens diesem Stamm entsprungen sind. In seiner geistigen Mille bleiben aber nur diejenigen, die lahm geboren, das Judentum wie ein schützendes Tuch übeiihn« Schwäche breilen. Chagall, nunmehr ..französischer Maler", illustriert die- Fabeln von Lafontaine: der hebräischen Kibel bemächtigt sich Abel Pann. Der ständige Lxodus der Talente ist. ohne Zweifel, abnorm und tragisch. Noch gefährlicher jedoch sind die verbleibenden Schwächlinge. Denn ihr Wirken verbildet den Sinn des Volkes und verlieft die Klufl zwischen ihm und seinen produktiven Talenten. Und überhaupt: wie lange kann ein Volk ungestraft von schlechtem Rrsalz sich nähren? Aurel ie Goitlieh.