Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 8 (1930)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1930)
- Article
- Abrahams Zeiten
- Date
- 1930-05-01
- Page
- Seite 209 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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ABRAHAMS ZEITEN 209 Proportionen und Gleichgewicht, für Rhythmus und klare Linienführung beweist, ein Ii wir es hier mit ganz grotter Kunst zu tun haben. Die reiche und künstlerische Kultur, wie sie aus diesen Grübern ^spricht, blieb nicht auf das unlere Kuphrattal beschränkt. Sumerischer Handel und sumerische Waffengewalt sorgten für ihre Verbreitung weif nach Nord und West, bis schließlich im Khaburtal und an der Küste des mittelländischen Meeres, im syrischen Libanon und in Palästina sumerische Gesetze herrschten, sumerische Kunst vertraut war. sumerische Rcligionsühung, soziale und Handelsbräuche bekannt, wenn auch nicht voll angenommen wurden. Sargon von Akkadien und Hammurabi von Babylon vollendeten nur mit dem Schwert die kulturellen Eroberungen, die frühere Herrscher gemacht hatten. Die Sieye.sstcle Xaram-Sins an* Susa ( Louvre) JLjw Abrahams Zeiten, das heißt um 1900 v. d. gew. Zeitr., war das sumerische Reich zusammengebrochen und sogar das sumerische Volk im Verschwinden begrilVen. x\ber viele der Gebäude, die von der dritten Dynastie in Er errichtet worden waren und aus den Jahren 2350 bis 21230 stammten, standen damals noch unverändert; andere wieder, von den elamitischen Eindringlingen zerstört, zur Zeit, als diese die dritte Dynastie auf einen Schlag vernichteten, wurden später durch die Herrscher von Isin und Larsa wieder aufgebaut. Glücklicherweise gehören die meisten Tempel in dem bis jetzt von uns aufgedeckten Stadtteil einer dieser beiden Perioden an, und wir können aus den Ruinen mit ziemlicher Genauigkeit schließen, auf welchem Hintergrund sich Abrahams Jugend abspielte. Das imposanteste der öffentlichen Gebäude war das Ziggural oder der abgestufte Turm, der sich im westliehen Winkel des von der übri-