Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 8 (1930)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1930)
- Article
- Die neue Synagoge in Amsterdam-Ost
- Date
- 1930-03-01
- Page
- 167 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Jacob S. Baars / Portal der Synagoge pressionismen mit Nachdruck ausgeschlossen worden. Hebräische Lettern und Texte, in eigentümlicher Weise aus dem Backstein gehauen und mit ihm zierhaft verarbeitet, lassen den aufmerksamen Passanten wissen, daß er ein Gebäude, bestimmt für einen jüdischen Zweck, vor sich hat, vorausgesetzt, daß er sich mit der Art vertraut macht, wie hier die jüdischen Kennzeichen mit dem ganzen Bau verflochten sind, als wären sie daraus hervorgekommen. Auch das Innere erscheint in .strengen und schlichten Konstruktionsformen: Wände und Pfeiler aus gelbem Ijselstein, die Galerien aus Holzwerk, ungefähr in Gestalt eines Hufeisens, an den beiden Seiten und im Rücken. Der Plafond ist durch die Innenseite des Holzdaches erzielt. Seine Kassetten und die Füllungen der Balustraden längs der Galerien sind versehen mit bemalten Eternitplatten. Die Brüstungen der Galerien tragen ein geschmiedetes Eisengitter. Der erhöhte Platz vor der Heiligen Lade ist -— ebenso wie die Kanzel — aus Platten von schwarzem und weißem Marmor hergestellt. Die Heilige Lade soll so beschaffen sein, daß sie ihren Inhalt, die heiligen Gesetzesrollen, dem Anblick entziehen kann. Zu diesem Zwecke wird sie — abgesehen von den Türen — mit kostbaren Vorhängen bedeckt. Hier, in Amsterdam-Ost, ist über diesem Vorhang, angrenzend