Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 8 (1930)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1930)
- Article
- Über jüdische Friedhofkunst und Grabbauten in Palästina
- Date
- 1930-03-01
- Page
- 144 (sequence 6)
- Language
- German
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Abb. d. Vorhdlle des Si/nhedrioni/ra bes (auch Iii cli (cnj rüber </eiiann() bei Jerusalem heuligen Tag beibehalten worden, auch wenn diese nicht ans einzelnen Steinplatten oder Blöcken bestehen, sondern aus kleineren Quadern aufgcmauerl werden. (Im Gegensatz zu den europäisclum aselikenasischen Friedhöfen, wo die stehende Form der Grabsielen vorherrscht. Es lüttt sieh nicht mit liest im mlheil sagen, welche der beiden I lauplformen. die stehende oder liegende, die ältere ist.) Diese alten, heute bestehenden Friedhöfe wirken ergreifend durch die Hhythmik der Sleinreihen. Die einzelnen Steine unterscheiden sich voneinander nur ganz unwesentlich und betonen so symbolisch die Gleichheit aller unter ihnen Liegenden vor Gott und vor dem Tode. Dieser Zug der alten jüdischen Fricdhofskunsl. der ja so oft in der betreffenden Fachliteratur gewürdigt wurde, ist hier noch prägnanter als auf den alten jüdischen Friedhöfen Europas, wo hingegen die einzelnen Grabmäler eine Niel reichere Formengebung und Ausstattung erführen. Man hat das „Kwige Heim" durchwegs an landschaf!lieh bedeutenden Stellen anzulegen verstanden: in weiten Flächen bedecken die Grüber den Ölberg mit der wunderbaren Aussicht auf das alte Jerusalem oder die Umgegend: den Abhang des Herges am Gcnexarethsee bei Tiberias: bei Hebron sind sie in einem uralten Olivenhain gebettet.