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Menorah · 1929-11-01 · Heft 11-12 (November 1929) · p. 621

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
7 (1929)
Issue
Heft 11-12 (November 1929)
Article
Thoraschrein, Almemor und Vorbeterpult
Date
1929-11-01
Page
621 (sequence 3)
Language
German
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Abb. 2. Das Vorbeter pult Aus dem Machsor der Univcrsitätsbibliothek Leipzig, 14. Jahrh. Nachdruck verboten. Aufnahme Ii. Wischnitzer-Bernstein bild aurgestellt war? Kohl und Watzinger weisen dem Aron ha- Kodesch in den antiken galiläischen Synagogen die entgegengesetzte, die südliche Seite des Sakra Iran nies zu, wo der innere Säulengang fehlte, es ist das die Ausgangsseite. Dort hat es anscheinend in den Synagogen von Teil Hum und von Keraze eine nicht hohe Schrankenwand gegeben, und an dieser Wand, und zwar an der dem Hauptraum zugewendeten Seite, soll eben der Aron ha-Kodesch, angelehnt oder eingebaut, gestanden haben. Diese etwas komplizierte Anlage wäre schließlich zu verstehen, wenn es sich um einen für die Zwecke des jüdischen Gottesdienstes umgestalteten, ursprünglich nichtjüdischen Bau handeln würde, aber auch dann nur in dem Falle, wenn der Aron ha-Kodesch tatsächlich nicht anders als an der nach Jerusalem orientierten Wand hätte stehen dürfen. Indessen ist es nicht erwiesen, daß die Synagogen in so früher Zeit allgemein nach Jerusalem ausgerichtet wurden, geschweige denn die Lade. Von einer Orientierung merkt man zum Beispiel in der sogar späteren Synagoge1 in Xaro in Nordafrika noch nichts. Weder die literarischen Quellen, noch die Kunstdenkmäler selber geben eine befriedigende Antwort auf die Frage nach dem Standort des Thoraschreines in den antiken Synagogen. Wo die Orientierungstendenz jedoch deutlich ist. wie in der schon dem 6. Jahrhundert angehörenden neuerdings ausgegrabenen Synagoge in Beth Alpha, liegen die Eingänge durchaus formlogisch an der Nordseite, gegenüber der Apsis im Süden, in der der Aron ha- Kodesch gestanden haben .wird, nicht aber hinter dem Aron ha-Kodesch, wie Kohl und Watzinger es haben wollen.

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