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Menorah · 1929-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1929) · p. Seite 421

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
7 (1929)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1929)
Article
Juden sollen Bauern werden!
Date
1929-07-01
Page
Seite 421 (sequence 14)
Language
German
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JUDEN SOLLEN BAUERN WERDEN! 421 ,.Jehuda Makkabi kommt!" und murmelten freudig: „Wer unter den Göttern ist so stark wie du, o Herr?" Schneur. der Kinderlehrer, pliegte seinem Sohne Jossei einzubläuen: ..Merk dir, mein Sohn, sei ein guter Soldat und beherzige den Vers: Auf daß die Kinder Jehudas lernen, den Bogen zu spannen! . . ." Ein weiter, reiner Himmel mit einem tiefen, schönen Horizont breitete sich vor uns aus. Lichtvolle Hoirnung strahlte damals vor unseren Augen und flüsterte uns zu: ,,Ein eigenes Vaterland, ein Juden - land! Es wird zumindest ein neues Babel geschafl'en werden!" Die Predigt des greisen Lejbele, dessen Worte wie mit: Feuer mir ins Herz geschrieben sind, hallt noch in meinen Ohren wieder: ,,Das Land Israel wird sich einmal über die ganze Welt erstrecken/' wandte er sich an eine Gruppe, welche vor seinem Zelle stand, als die Soldaten vorbeimaschierten. ..Hier wird das Land Israel erstehen, ihr Brüder, ein wahres, eigenes Juden land mit jüdischen Soldaten, die unsere Thora, unsere Tradition beschirmen werden. Selbst wenn einst der Messias kommt, werden wir uns nicht nach dem Lande Israel begeben müssen! Das alte Land unserer Väter ist ja ohnehin zu klein, um alle Juden aufzunehmen . . . Überdies befindet sich dort auch ,Onkel Ismael', und er ist ja heute noch dasselbe Ungeheuer wie dazumal! . .. Aber hier in diesem Lande werden wir mit den Argentiniern in Frieden und Eintracht leben... Sie sind ja auch unseres Stammes. Gibt es doch eine Version, daß sie den verlorenen zehn Stämmen angehören ... Wißt ihr!" fuhr der Greis zufrieden lächelnd fort. „Wenn der Messias Soldaten verlangen wird, so werden w i r sie ihm beistellen können. Ja, ganze Armeen werden wir ihm schicken!" Solch reiche Träume nährten damals unser Herz. Der Gedanke, daß wir eine sichere, glückliche Heimat aufbauen wollen, stärkte uns, gab uns Kraft und Mut, alle Schwierigkeiten zu überwinden. Mit Hurrah und dem Rufe: ,,Es lebe Baron Kirsch! Gesegnet sei Argentinien!" empfingen wir immer die vorbeimarschierende Legion. Diese Freude währte nicht lange. Die Katastrophe vom 26. Dezember vernichtete alles, und mit ihr ging auch die jüdische Legion zugrunde . . . JLJas geschah am 26. Dezember des Jahres 1891. Es war Sabbatansgang und man entzündete das achte Chanukkahlicht. XI. Die erste Katastrophe in T^Iaurizio

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