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Menorah · 1929-02-01 · Heft 2 (Februar 1929) · p. Seite 92

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
7 (1929)
Issue
Heft 2 (Februar 1929)
Article
Entwürfe für eine Synagoge
Date
1929-02-01
Page
Seite 92 (sequence 7)
Language
German
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92 MENORAH kommt, erkennen lassen: die baulich erarbeitete Formenkette und als ihr Schlußglied: den Zelttempel. Die Blätter haben durchwegs ein geringes Format, die Mehrzahl erreicht kaum die Größe einer Handfläche. Einige sind auf quadriertem, die übrigen auf weißem Papier, alle mit Bleistift gezeichnet, der nach Entwerferweise frei, aber zielsicher, ohne nachzubessern und ohne überflüssige Striche verfährt. Alle zeigen die Hauptansicht des Baues, doch bei mehreren ist in den Umriß auch der innere Aufbau eingetragen, so daß der Zusammenhang von Gestalt und Gehäuse schon deutlich aufscheint. Und eben dieses zugleich markante und durchsichtige Wesen, dieses Ineinandergreifen von Körper und Raum schon bei der ersten Niederschrift bekundet, mehr noch als die übrigen Merkmale, den reifen Charakter der Blätter: es sind Zeichnungen eines echten Baumeisters. 1. Im ersten Blatt wird der ganze Raum von einer breit gewölbten Kuppel überspannt, die auf den kurzen Wänden sitzt. Es ist eine gedrungene Form von schön geschlossenen Verhältnissen. Ueber dem Dach der Zionsstern, darunter die tief hängende Ampel, welche die Mitte des feierlich freien Raumes festlegt. Vorn einfach und stark die gestufte Estrade mit der breithin ausladenden, geschmückten Ostwand. 2. Im zweiten Blatt erscheint die zentrale Kuppel von einem Viereck mit einer Pfeilerordnung umgeben, also ein Flachbau mitten überwölbt. Auch hier ist der quadratische Grundriß in eine ebenmäßige Form umgesetzt, auf den Platten der stämmigen Pfeiler streben Fialen, die in Knäufen endigen, nur wenig und zierhaft in die Höhe, die Kuppel sorgt dafür, daß die Senkrechte nicht weiter zur Wirkung kommt und der Bau bündig sich schließt. 3. Erst jetzt geht es kräftiger aufwärts. Nun sind vor dem niedrig und flach verbliebenen Mauerviereck die Pfeiler schmal geworden, tragen dann freilich ein Gebälk mit dreieckigem Fries, das die wagrechte Lagerung kräftig betont, aber schlank steigt darüber die Kuppel empor und endet mit spitzigem Zulauf. 4. Im nächsten Blatt wird die nämliche Form fester gefaßt, unten fallen die Glieder weg, über dem streng geriefelten Würfel des Hauses erhebt sich in zwei Absätzen — mit Trommel und Wölbung — die von Streben und Türmchen begleitete Kuppel. 5. Auf dem fünften Blatt sind zwei Entwürfe zu sehen. Der eine wirkt als blockartige Variante der Kuppelzeichnungen. Der zweite verbindet schon den von schlanken Pfeilern umgebenen

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