Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 7 (1929)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1929)
- Article
- Eine italienische Reise
- Date
- 1929-01-01
- Page
- 53 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Chanukkaleuchter, italienisch IS. Jahrhundert gung der Thora-Rollen teilnehmen, und für das guli Verhältnis unter den Religionsgemeinschaften spricht es doch, wo im uns in den aktenmäßig beglaubigten Nachrichten berichtet w ird, daß I l<)0 der Papst Clemens III. verfügt hätte: ,,Es solle niemand in der Juden Gottesacker einbrechen oder L'ür Geld ihre beerdigten Leichname ausgraben/' (Wenn doch auch heute sich ein Papst lande, der ein Edikt liegen die Eriedhofssehändungen erlassen würde.) Jedenfalls ist es bemerkenswert, daß um diese Zeit der Grabschändungen Nathan Ben Jechicl die Sterbehemden einführte, weil diese einlache Totenkleidung die Beraubung der Gräber unlohnend machen würde. \ un den Schrecken der Kreuzzüge scheinen die Juden in Italien verschont geblieben zu sein: Wissenschaft und literarische Betätigung landen lebhaftere Beachtung und der Jude Immanuel Ben Sa lomo, Dichter und Exegct, durfte sich der intimen Freundschaft Dantes rühmen. Besonders in den Handelsstädten kamen die finden immer mehr und mehr zu Wohlstand, zu Reichtum, Macht und Einfluß. Die Einwanderung der aus Spanien und Portugal Vertriebenen, die Wissenschaft und hohe Kultur mit ins Land brachten, trugen dazu hei, die allgemeine Geistigkeit der jüdischen Gemeinschaften zu heben. Als Benjamin di Tudela von Lucca nach Rom reiste es war damals eine b'-Tagercise --, berichtet er, ,,daß ungefähr 200 Judenfamilicn dort so geachtet sind, daß sie keine Steuern zahlen, mehrere von ihnen Beamte des Papstes Alexander seien, der über die ganze Religion Kdoms gesetzt sei. Und es sind daselbst unter den Juden große Weise, an ihrer Spitze Reb Daniel und Reh Jechiel, der Beamte des Papstes sei und sein Haus und sein Vermögen verwalte. Er ist der Sohn von Reb Nathan, welcher das Buch Aruch und seinen Kommentar gemacht hat und Reb Joab ist da, Sohn des Rabbi Salomo Ben Menachem, der Vorsteher der Akademie ist. Fürsten und Päpste hielten sich jüdische Leibärzte, in Rom, in Venedig, Bologna, Ferrard, Padua, Ancona, wohl wegen ihrer Tüchtigkeit, aber auch weil sie