Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 7 (1929)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1929)
- Article
- Eine italienische Reise
- Date
- 1929-01-01
- Page
- 51 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Chanukkalcuchter, italienisch //. und /S. Jahrhundert Römer zertrümmert und ihnen „die gottliche Lehre", die Religion des .Monotheismus gebracht und ihnen die Bibel gegeben. Ich wollte die Ueberreste dieser großen Vergangenheit und die Nachkommen jener finden aus Palästina, Alexandrien und Babylon 'Kennenlernen. Schon vor der heutigen Zeitrechnung ein- bis zweihundert Jahre vorher, waren Juden in Rom, in Italien. Aber erst nach den Siegen der Römer über Judäa im «Jahre Oo wurden sie in Massen als Gefangene nach der Kapitale gebracht, und der Triumphbogen in Rom (in Rom war ich nicht) ist noch heute ein lebendiger Zeuge, wie unsere Vorfahren damals von den Römern empfangen worden sind. Im ersten Jahrhundert n. d. g. Zeitr. war die jüdische Gemeinde, die sich bald nach der Freilassung der als Sklaven nach Rom gebrachten, bildete, ungefähr so groß w ie im Jahre 1925, etw a 10 000 Seelen und schon Cicero soll in seiner Rede pro Flaeeo die er 09 hielt, bereits von der Menge und der Macht der Juden haben sprechen können. Nach den uns einigermaßen glaubhaft überlieferten Nachrichten konnten die Juden damals in Rom und auch in den anderen Niederlassungen in Italien, solange das Christentum noch nicht zur Macht gelangt war, ihren Religionsübungen ungehindert nachgehen, Synagogen errichten und sogar Geld unter dem Namen der Krstlinge sammeln und für den Tempel nach Jerusalem senden. Sie durften, wie ganz besonders Flavius Josephus aktenmäßig und durch Kdikte nachweist, sich als Korporation organisieren und zur Ausübung ihres kult u s v ers a mm el n. Ich habe im Rahmen meiner Ausführung keinen Anlaß auf die politische Stellung der Juden damals näher einzugehen, auf ihre Vertreibung im Laufe der ersten Jahrhunderte, auf die Bedrückung und