Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 7 (1929)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1929)
- Article
- Zwei Maler
- Date
- 1929-01-01
- Page
- 45 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2912821-2912891-2912893-2923105--07451-2923199- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
l'ved Taubes Ruinen dabei verloren. Lnd von den Künstlern, die ausgezogen sind, noch melir als von den anderen. Denn auf die Künstler aus dem Osten wirkt übermächtig der Geist von Paris. Er verheert die Kohorten der Schwachen mit seinen blendenden Manieren und begnadet nur die Wenigsten mit den Einsichten ins Eigene, das er dann schneller und stärker entwickelt als irgendein Ort aul' der Erde. Auch Taubes hat diesen Weg durchgemacht, auch auf ihn hat wie ein Rausch der (reist von Paris gewirkt, die neue farbige Form, die auch er bestürmt mit seinen Vorstellungen, seltsam gemischt aus entlegensten Elementen. Er malt als phosphoreszente Erscheinungen in wirksamen Draufsichten immer wieder die nächtlichen Straßen der Stadt, die schwarzen 1 läuserblöcke mit den gelb kreisenden ] achtern und dem dampfenden Gewühl der Menge oder die dunklen Hintergassen mit den groß herankommenden Frauen in ihren leicht leuchtenden Kleidern. Er malt mit besonderem kompositioneilen Geschick und klarem Sinn für ihre vollen und schlanken, frei bewegten Gestalten diese Frauen als Mannequins. Und zeigt schon hier, gelegentlich noch stärker, seine Befähigung für den Aufbau und die Stimmung der breit und saftig