Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 6 (1928)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1928)
- Article
- Geschichtliches aus Nürnberg
- Date
- 1928-11-01
- Page
- 715 (sequence 7)
- Language
- German
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Synagoge der „Adas Jisroel", Nürnberg Mit dem Ende der jüdischen Gemeinde ging aber auch das wirtschaftliche Leben der Stadt zurück und bald sah man auch an höherer Stelle ein, daß es den „christlichen Interessen entspräche", die Juden wieder aufzunehmen. Auf Ersuchen der Stadt erteilte ihr denn auch Kaiser Karl am 26. Mai 1352 das Recht Juden aufzunehmen, nachdem er schon vorher — Ende 1351 — dem Burggrafen den Schutz der Juden übertragen hatte. Die alten Verordnungen wurden beibehalten und sie mußten wie früher für jede Aufnahme „eine benannte Summe Geldes erlegen, und zu mehrern Sicherheit auch zween Burger-Bürgen stellen14. Desgleichen mußten sie den „Ayd der Treue" leisten, der sie zur Einhaltung der in einem besondern Pflicht-Buch" niedergelegten Vorschriften verpflichtete. Sämtliche früheren Forderungen der Juden wurden für nichtig erklärt; die von ihnen zu erwartenden Steuern versprach der Kaiser niemand zu verpfänden. Gegen entsprechendes Entgelt erhielten die Juden das sog. Taschental (die jetzige Juden- und Wunderburggasse), zur Ansiedlung zugewiesen; ihre alten Wohnhäuser durften sie nicht