Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 6 (1928)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1928)
- Article
- Memorbücher
- Date
- 1928-11-01
- Page
- 699 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2912821-2912879-2912890-2922852--07321-2923021- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Aus dem Memorbuch zu Fi schnell in Bayern vom Jahre 1/38 Phot. Theo Harhurger, München. Erste Seite Aus dem Tiorbändigen Jüdischen Lexikon, das der Jüdische Verlag. Berlin W57, herausgibt und von dem bereits zwei Bünde erschienen sind, während die letzten bis zum Sommer 1929 folgen. Nachdruck verboten. Copyright 1928 by Jüdischer Verlag, Berlin nicht vergessen wurde, der Nachwelt zu erhalten, durch Eintragung in diese Liste. Während das Märtyrerverzeichnis nur zweimal im Jahr, wie oben schon erwähnt, beim Gottesdienst verwendet wurde, wurden die obengenannten Nekrologlisten in der Regel jeden Sabbat unmittelbar nach der Thoravorlesung hervorgeholt. Sic wurden ,.gememmert"; so lautet der technische Ausdruck für diese gottesdienstliche Handlung. Wir werden später noch auf diese Bezeichnung zurückkommen. Gewöhnlich wurden oder werden vom Vorbeter alisabbatlich drei Namen gememmert; ausgeschlossen sind die besonderen Sabbate. Auch die Nekrologliste, ebenso wie die Mürtyrcrliste, galt als ein wesentlicher Bestandteil der Liturgie, etwa wie ein jozer oder irgendein piut. Ihr Wortlaut stand fest, wie der i.rg c iideines G eb etstück es. Allmählich gingen sie zu Verlust, diese fliegenden Blätter. Das Inteiesse an den alten Namen, selbst aus der eigenen Gemeinde, schwand mehr und mehr. Vermutlich wurde das gottesdienstliche Totenerinnerungsritual im Laufe der Zeit in vielen Gemeinden ganz