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Menorah · 1928-11-01 · Heft 11-12 (November 1928) · p. 695

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
6 (1928)
Issue
Heft 11-12 (November 1928)
Article
Die Malerei in den Synagogen
Date
1928-11-01
Page
695 (sequence 9)
Language
German
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Synagoge in Heidingsfeld halt an spätgotische, einige Blüten sogar an noch ältere Zeiten, wenn auch der Gesamteindruck durchaus barock ist. So wurde Altes mit Neuem verwoben, vieles eigensinnig beibehalten oder eigenwillig umgestaltet, es ist der eigenartige Versuch, eine Synthese von historisch Gewordenem mit den Forderungen des Tages zu linden. Jedenl'alls liegt die Kunsttradition im Typenschatz ganz klar vor Augen, auch im Stilistischen zeigt ein Vergleich mit den verwandten Kleinmeistern, daß man kaum von einer direkten Beeinflussung reden kann. Am ehesten könnten die Ornamentstecher Heinrich Raab, um 164o in Nürnberg, und der ebendort um 1650 lebende Johann Hamas in Frage kommen, deren Arbeiten Sußmann vielleicht im Original, vielleicht in den Anwendungen im Kunstgewerbe gesellen hatte. Auch Johann Ulrich Stapf, der um 1680 in Augsburg lebte, und der ein Musterbüchlein: ,,Neues Lauber-Büehlein" herausgab, mag unseres Meisters Wege gekreuzt haben. Eliäser Sußmann, der Kantorssohn aus Brod, wird unter den der Dekorationskunst dienenden Männern als ein eigenartiger Künstler seinen Platz behaupten können. Die bisher bekannt gewordene synagogale Wand- und Deckenmalerei erinnert an Textilien, an Buchkunst und an Goldsehmixlearbeiteii. Es handelt sich hier um den auch aus Analogien bekannten Schritt von der kleinen Kunst des täglichen Gebrauchsgegenstandes zur großen Kunst der Flächen- und Raumgliederung, \vo?>ei klein und groß lediglich als Bezeichnungen des Ausmaßes, jedoch nicht

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