Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 6 (1928)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1928)
- Article
- Die Malerei in den Synagogen
- Date
- 1928-11-01
- Page
- 693 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Detail der Wandmalerei aus der Synagoge in Horb, 18. Jahrhundert auch fehlen die Bilder des Schaubrottisches und des siebenarmigen Leuchters. Diese Verschiedenheiten dürften auE die geringeren Größenverhältnisse zurückzuführen sein, die den Künstler zwangen, mit möglichst gleichem Bildwerk ungleich große Räume zu füllen und die ganze Komposition in ihren Richtungsbetonungen mit denen der Synagogen in Einklang zu bringen. Am stärksten ist die UebereinStimmungmit Bechhofen in der Deckenmalerei zu verspüren, die sich in Horb nur durch die längsgerichtete rechteckige Umrahmung um das Mittelrund über dem ursprünglich wohl darunter befindlichen Almemor auszeichnet. Auch in Kirchheim fällt die hier mehr quadratische Umrahmung des Mittelrundes über dem Almemor auf. Die Synagoge in Kirchheim, jetzt im Luitpold-Museum in Würzburg -sviederaufgebaut, befand sich ebenfalls in einem im Erdgeschoß bewohnten Hause. Sie ist noch bescheidener in den Abmessungen, 512 m Länge, etwa 51,-i m Breite und 3'/2 m Höhe; die Frauenschule ist an der Nordseite durch eine mit Holzgittern versehene Bretterwand von diesem Hauptraum abgeteilt. Auch in Kirchheim findet sich eine hölzerne Tonnendecke und Wände mit verputztem Fachwerk, beides reich bemalt. Die Anordnung und das Aussehen des Thoraschreins, der Ständer und des Almemor sind wie ursprünglich in Bechhofen gestaltet. Infolge der größeren Breite sind die Kompositionen der Bilder mehr in der Horizontale orientiert, besonders