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Menorah · 1928-10-01 · Heft 10 (Oktober 1928) · p. Seite 565

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
6 (1928)
Issue
Heft 10 (Oktober 1928)
Article
Der Tempel zu Jerusalem
Date
1928-10-01
Page
Seite 565 (sequence 5)
Language
German
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DER TEMPEL ZU JERUSALEM 565 Abb. 3. Assyrisches Relief als „salomonisch" bezeichneten Burg zu Megiddo in der Ebene Israel finden sich dieselben Steinmetzzeichen wie in Phaestos auf Kreta. In Megiddo auch fand sich ein Volutenkapitell typisch phönizischer Art, dort auch ein in denselben Kunstkreis gehöriges Weihrauchgefäß, dessen doppelter Blattüberfall unter dem kugelförmigen Becken ebenso charakteristisch ist für den phönizisch-ägaischen Kulturkreis wie überraschend auf palästinensischem Boden. Aber als sporadische Funde ohne weitere Bedeutung lassen sich diese Stücke aus Megiddo nicht abtun, denn anderwärts haben sich unzweifelhaft mykenische und cyprische Vasenscherben undFigürchen in Palästina gefunden. Auf eine interessante Hypothese, die als die Träger dieser Uebertragung die Philister bezeichnet und für sie arische Abstammung annimmt, kann ich hier nicht eingehen. Das Gesagte zeigt zur Genüge, daß mannigfache Kunstkreise im Jordanlande sich kreuzen und läßt die Schwierigkeiten erkennen, die sich jedem Rekonstruktionsversuch des Tempels entgegentürmen, einem Versuch, der sich in der Hauptsache auf die Texte der Schrift, nicht auf irgendwelche Funde stützen muß. Genaueres Wissen haben wir — infolge der Texte der Schrift — nur von der Grundrißordnung des Tempels, insbesondere auch des salomonischen. Ich möchte hier nicht mehr als unbedingt nötig in die wenig anschauliche Materie reiner Grundrißdisposition eindringen, muß aber in diesem Zusammenhang kurz darauf eingehen. Die Schrift nennt die drei Teile des salomonischen Tempels, die wir gemeinhin als Vorhalle, Heiligstes und All erheiligstes bezeichnen mit den Worten Ailam, Hekal, Debir. Nun hat vergleichende

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