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Menorah · 1928-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1928) · p. Seite 341

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
6 (1928)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1928)
Article
Die ältesten auf die israelitisch-jüdische Geschichte bezüglichen Inschriften und Papyri der vorchristlichen Zeit
Date
1928-06-01
Page
Seite 341 (sequence 3)
Language
German
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DIE ÄLTESTEN INSCHRIFTEN UND PAPYRI 341 Altthamudischen (das heißt einer in nordarabischen Gegenden aufgedeckten) nahe verwandte konsonantische Schrift wiederzuerkennen. Die Sprache der altsinaitischen Inschriften ist das Biblisch-Hebräische. Die aus Ägypten unter Mose ausgezogenen Israeliten sollen, als sie längere Zeit am Sinai rasteten, diese Inschriften angebracht haben. Aus den einzelnen Denkmälern glaubt Grimme folgendes entziffert zu haben: A. Aus den Weihinschriften: a) rbyh\ an«» (meahab baalet) „geliebt von Baalet". b) nbyib nrr „Spezialgabe für Baalet'*. c) ftfljnö KUD by „Für das Wachstum ihrer Weide". d) fm ftlMö by, „Für das Wohlbefinden des Menasche, Obersten der Steinarbeiter", B. Aus Grabinschriften: a) „Wehe!" Beigesetzt ist „Josef". b) „Dieser hier ist der Steinschneider des Mosch eh und der Zähler der Tempelabgaben". c) „Dieser hier ist auf der Schwelle des Pronaos des Mana und der Baalet umgekommen". d) „Ich bin S-n-h-sch-m-h, Sohn des . . e) m ♦ ♦ ♦ WJö „diese(?) hat Menascheh [der Hauptmann] des Tempels von......h errichtet". f) „Ich bin Hjatschepschu hnmmm. Oberster der Minenarbeiter .... Hauptmann des Tempels des Manah [und] des Jahu von Sin[ai]: [Du] Geliebte der Baalet, Hjatschepschu hnmjm, du warst freundich, hast mich gezogen aus dem Nile...." Der auf der Grabinschrift vorkommende Josef ist nun nach Grimme mit dem in Num. 13, 7 erwähnten Josef, einem Zeitgenossen Moses, identisch, während die auf der Grabinschrift f) erwähnte Hjatschepschu die Tochter des Königs Thutmosis I. und Gemahlin des Thutmosis III. ist, die von 1501 bis 1480 als Pharaonin regierte und den Beinamen hnmmn „zugesellt zu Amon" führte. Aus diesen seinen Entzifferungen zieht Grimme folgende hochbedeutsame religionsgeschichtliche Schlüsse: 1. Die altsinaitische Inschrift ist die Schrift der aus Ägypten ausgezogenen Israeliten. 2. Der biblische Gott Jahu ist mit dem Gott des am Sinai befindlichen Tempels, also mit Sapdu gleichgesetzt worden. Die Israeliten haben am Sinai auch die dortige Göttin (Baalet) Hathor verehrt.

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