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Menorah · 1928-03-01 · Heft 3 (März 1928) · p. 185

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
6 (1928)
Issue
Heft 3 (März 1928)
Article
Die jüdische Landwirtschaft in Bessarabien
Date
1928-03-01
Page
185 (sequence 4)
Language
German
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Familie eines jüdischen Tabakbauern der Kleinstadt Kipritschenij beim Trocknen des Tabaks geändert und keiner weiß, womit mim zu rechnen hat. Im Lande wird eine Deflationspolilik in schärfsten Formen geführt und dies führt zu einem schrecklichen Geldmangel. Seihst die größten Banken nehmen 22 Prozent Zinsen jährlich. Die Verwaltiingsmethoden stellen ein ganz sonderbares Zusammenwirken von fortschrittlichen demokratischen Formen mit einem barbarischen Inhalt dar. Mit Bessarabien steht es noch schlechter, denn im Lande herrscht noch der Belagerungszustand. Die Grausamkeit der rumänischen Polizei, insbesondere der politischen („Siguranza") ist groß. Es ist selbstverständlich, daß unter dem Belagerungsznstand Übergriffe der untergeordneten Beamten sehr oft vorkommen, auch gegen den Willen der Zentralregierung. Noch ein Unglück hat Bessarabien in den Jahren 1924 und 1925 getroffen, als zwei Mißernten aufeinander folgten, wobei die zweite noch verhängnisvoller als die erste war. Nun wird der Leser verstehen, weshalb Bessarabien so arm und verwahrlost aussieht. Die wirtschaftliche Lage der Juden Die revolutionäre Periode hat nicht nur den Bauern, sondern auch den Juden eine wichtige Errungenschaft — die Gleichberechtigung gebracht. Die rumänische Regierung mußte sich damit abfinden. Soweit man über Recht in einem Lande sprechen kann, das sich im Belage-

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