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Menorah · 1928-02-01 · Heft 2 (Februar 1928) · p. Seite 111

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
6 (1928)
Issue
Heft 2 (Februar 1928)
Article
Vom Nil zum Jordan
Date
1928-02-01
Page
Seite 111 (sequence 3)
Language
German
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VOM NIL ZUM JORDAN 111 warum seine Beamten und Arbeiter ihm wie einen König gehorchen und ihn wie einen Vater lieben. In den ersten zehn Minuten unseres Gespräches stellte es sich heraus, daß wir beide, obwohl wir uns nie gesehen und nie miteinander korrespondiert hatten, an ein und dieselbe Sache dachten. Und noch mehr: obwohl in der Presse noch kein einziges Wort über den Legionsgedanken oder die Verhandlungen in Alexandrien erwähnt worden war, war er dessen sicher, daß ich gerade4 für diesen Zweck arbeite. Und auch ich, obwohl mir Ampliitentrow in Rom nicht zu sagen wußte, worin die Pläne Rutenbergs bestanden, habe es sogleich /«> Elektrifizierung Palästinas aus dem kurzen Telegramm begrill'en, weshalb er mich sehen wollte. Merkwürdig, wie manchmal zwischen Menschen, die einander nie gesehen haben, drahtlose Telegraphie bestehen kann. Ich erinnere mich, viel später diese Bemerkung einem Freunde gegenüber gemacht zu haben, der ein erbitterter Gegner der Legion war. Ks war dies ein geriebener „Litwak", vollgesogen mit Glieder, Lernen und ..Jüdischkeit*' und jener Art von Skeptizismus, die nur eine Antwort auf jeden ungewöhnlichen Plan besitzt: das jiddische „Feh!", das ebensoviel Entrüstung ausdrückt wie „Pfui", aber dazu noch unendlich mehr Verachtung und Ekel. Und dieser Freund kommentierte mir diese drahtlose Telegraphie: Es ist ganz einfach, Rutenberg hat denselben „gojischen Kopf" wie Du. Vielleicht. Und in der Tat bemerkte ich im Verlauf aller meiner Bemühungen um die Legion, daß die ärgsten Gegner unseres Planes immer Juden und die besten Freunde fast immer Christen waren. Und sogar die christlichen Gegner waren von einer ganz anderen Sorte. Sie suchten nicht den Plan zu verspotten, sagten nicht: ..Träume". ..unmöglich", „nutzlos", wie die Juden uns auf Schrill und Tritt nachriefen. Die christlichen Gegner verhielten sich ablehnend, weil sie glaubten, daß eine jüdische Legion einen realen Anspruch auf Palästina begründen könnte, mit welchem man würde rechnen müssen, und da sie Gegner des Zionismus waren, wollten sie das nicht. Aber die Sache selbst hielten sie sowohl für möglich, als auch für wichtig — sogar, ihrer Meinung nach, für zu wichtig. Seit jener Zeit halte ich Ing. P. Rutenberg 'Träger ihr Konzession

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