Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 6 (1928)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1928)
- Article
- Jüdische Kunstfeindlichkeit
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 4)
- Language
- German
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JÜDISCHE KUNST FEINDLICHKEIT 55 t Tempel Salomos nach dem Wicderherstellunysversuch von Ch. Chipiez Die architektonische (Gestaltung ist von dem C< danken beherrstht. daß der Einfluß Ägyptens besä-ders stark geursen sti. Diese slujßassung ist heute nicht mehr haltbar. Die Architektur dieser Bilder ebenso phantastisch wie die des llaggudahbildes von ben Jakob, nur aus anderen Duellen gespeist 850 n. Chr., ruht die Entwicklung des deutschen Bauwesens aui dem Steinmaterial „und mit diesem war die antike Formüheiiieferuug unlöslich verbunden", was kein geringerer als Dehio in seiner jüngst erschienenen Geschichte der deutschen Kunst wiederum feststellt. Was Wunder also, wenn frühe jüdische Kunst Einflüsse1 aller Art aufweist. Einflüsse, die aber w a h r s c h e i n 1 i c h doch im Tempel Salomos schon zu eigenartig Neuem verschmolzen wurden. D c r T e m p e I S a 1 o in o s Natürlich hat der Tempel Salomos die Phantasie der Nachgeborenen viel beschäftigt, und die Versuche zu einer Wiederherstellung sind ebenso zahlreich wie sie phantastisch und wissenschaftlich unhaltbar sind. Sie stützen sich alle auf die Texte der Bibel. Wer aber jemals versucht hat, irgend ein Werk der Kunst in Schrift oder Bede wiederzugeben, weiß, daß Worte fast nie eine Anschauung ersetzen können, weil sie nicht imstande sind, alle Einzelheiten, aus denen sich der Eindruck eines Werkes schließlich zusammensetzt, unzweideutig wiederzugeben. Und nun ist außerdem die Beschreibung der Bibel noch poetisch ausgeschmückt! Eine Wiederherstellung also ist danach ganz