Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 6 (1928)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1928)
- Article
- Vom Nil zum Jordan
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2912821-2912879-2912881-2921365--06121-2921473- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
VOM NIL ZUM JORDAN 47 Die Zitadelle von Kairo (Südseite) in Rom. Ein kalter, schweigsamer, aufmerksam zuhörender Schotte; ein Mensch, der wenig Fragen stellt und rasch handelt. Später, in den Jahren 1916 und 1917, fanden wir ihn in London als Vorstand des Departements für die Angelegenheiten des nahen Ostens — und er war vielleicht derjenige, der Dr. Weizmann am meisten geholfen hatte, die Balfour-Deklaration zu erlangen, und mir — den Plan zur Schaffung einer jüdischen Legion durchzukämpfen. Und ebenso wie später hatte er auch damals in Kairo zugehört, mit Kopfnicken zugestimmt, gefragt: „Wie viele junge Leute erwarten Sie?" in einem Notizbuch irgend etwas aufgezeichnet und kurz erwidert: „Es hängt nicht von mir ab, aber ich werde helfen." Der zweite Besuch galt dem General Maxwell, der damals die kleine englische Armee in Ägypten kommandiert hatte. Kataui-Pascha, ein lieber, alter Spaniole, stellte uns vor. Er war einer der angesehensten Bürger in Ägypten. Die anderen Delegierten waren Trumpeldor, Lewontin, Gluskin und Margolis. Den armen Trumpeldor zwangen wir, sich seine vier St. Georgs-Kreuze anzuheften — zwei bronzene und zwei goldene. Der General musterte ihn scharf und entgegnete kurz auf französisch: „Port-Arthur, hörte ich?" Seine Antwort auf unseren Vorschlag war eine tiefe Enttäuschung. „Über eine Offensive in Palästina habe ich nichts vernommen und ich zweifle überhaupt, ob je eine Offensive stattfinden wird. Und nach dem Gesetze habe ich leider kein Recht, fremde Soldaten in die eng-