Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 5 (1927)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1927)
- Article
- Die israelitische Gemeinde Mainz in der Neuzeit
- Date
- 1927-12-01
- Page
- 761 (sequence 5)
- Language
- German
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Hauplsynagoge Innen räum von der Empore r/ eschen 1823 konnte der Gemeindevorsland mit Genugtuung feststellen, daß die Bestimmungen der Verordnung vom 7. Juli 1823 dahier erfüllt waren. Das Schullokal war gesund und die Lehrer approbiert, die Schule war von *J0 Knaben besucht, es waren Schüler in die 3. und 4. Gymnasialklasse übergetreten, verschiedene hatten bereits Universität bezogen, andere waren in Kontore eingetreten oder hatten, durch den hiesigen jüdischen Professionistenverein gefördert, weitere Ausbildung erfahren. Es wird ferner berichtet, daß eine private Mädchenschule seit Jahren bestehe. Aus dem Bericht vom 22. Mai 182G ergibt sich, daß es sich um die Bloch sehe Mädchenschule drehte. In der ehemals Cschen Schule unterrichteten im Jahre 182(k in 4 Klassen il hebräische Vorbereitungsklasse und 3 Lehrklasseu) Knaben zwischen f> und 14 bis 15 Jahren: Bloch: Deutsch, Geographie, Stilistik, biblische Geschichte. Weissmann: Rechnen und Buchhaltung. Levy: Religionsunterricht. Picard: Schönschreiben. Gabriel Cassel: tahnudische Wissenschaften. Schilling: Zeichnen. Do Hein: Französisch. Hehlein: Lateinisch. Ein junger Mann namens Simon: Anfangsgründe. Sonstige Schulen bestanden: Aaron Bamberg für talmudischen Unterricht. Nathan Gannstadt und Isaac Lang für den ersten Unterricht im Hebräischen. Aus späteren Akten ergibt sich die Existenz weiterer Privalschulen und daß schon sehr früh viele Kinder öffentliche Volksschulen (christlichen Charakters) besuchten. Nach Auflösung der Creizenachschen Volksschule wurde durch ein Abkommen mit der Albert Maversehen Privatschule für kostenlose Aufnahme von Kindern armer Eltern Sorge getragen. Unter Aufhebung dieses Verhältnisses wurde im Oktober 1847 von Gemeindewegen diesem Institute eine Gemeindereligionsschule angegliedert. Als Religionslehrer wurden bestellt: Der Institutsvorsleher, Dr. Elias Cahn, und Zacharias Fraenkel. Zuschuß aus Gemeindemitteln an Bachurim kam im Jahre 1831 in Wegfall. Einer Anregung des genannten Alberl Mayer zur Gründung einer jüdischen Volksschule, deren Fortdauer von der der anderen Konfessionsschulen abhängig sein sollte, gab der Vorstand keine Folge; auch die späteren diesbezüglichen Bemühungen des Rabbiners Dr. Aub waren vergebens. V. KULTUS Der im Jahre 1831 neugebildele Vorstand ging sofort mit Eifer an das Werk, die sämtlichen Gemeindeeinrichtungen zu modernisieren; ohne hiebei religionsgesclzliche Bestimmungen zu verletzen, brach er mit Altgewohntem und stieß dadurch auf manche Opposition. Eine Synagogen- und Trauungs-