Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 5 (1927)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1927)
- Article
- Sonderheft Magenza
- Date
- 1927-12-01
- Page
- Seite 711 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ZUR EINFÜHRUNG 711 Rabbiner aus dem Gemälde „Die Tempelpredigt" Nacii einem mittelrJieinischcn Meister des rj. Jh. ischen Schreibweise in die deutsche Sprache erforderlich ist. Erinnert sei nur an Ortsnamen wie jrvr^iE (Mühlhausen) oder pur.u (Nürnberg), an Personennamen wie fSDtt (Süsselein) oder t^irJS' (Abersüß), Beispiele, die noch um ein Vielfaches vermehrt werden könnten. Wenn sich im Sefer Maharil (Hilchoth Erev Jom-Kippur, Beminchah) die Mitteilung findet, daß Maharil sich Malkoth schlagen ließ von R. Salmann, der den Kufnamen S" .uT.e'tj' hatte, so scheint dieser Name „Sc-hlappermaul" (Schlappmaul sagt man noch heute in Mainz) zu bedeuten; anderseits wird aber zu Beginn der Likutim, die dem Sefer Maharil anhängen, erzählt, daß Maharil seine Frau mit NMr,B V.n f^ö meine Hausfrau" angesprochen habe. Hier wird also das heutige deutsche a u durch '1 geschrieben, so daß man den Rufnamen Salmans vielleicht auch als „Schlappermuel" gelten lassen darf. Glasur wird durch T'^lSi/ glasürt (glasiert) durch ü'HiisSi ausgedrückt (Hilchoth Pessach), Rüben durch Aus all diesen Schreibarten erleuchtet, daß, obwohl das Waf auch wie o mit Umlauten gelesen wurde, dieses Zeichen vielfach auch dem ü gleichzusetzen ist. Wir dürfen deshalb den Beinamen ohne Zwang als Millen oder Müllen lesen und wir werden an