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Menorah · 1927-05-01 · Heft 5 (Mai 1927) · p. Seite 330

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 5 (Mai 1927)
Article
Die Juden in Linz
Date
1927-05-01
Page
Seite 330 (sequence 20)
Language
German
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330 MENORAH Inquirierung committiert hat21)". Es muß demnach sehr schlecht um die richterliche Art des Stadtrichters bestellt gewesen sein. Wie wir sehen, beirieben die Juden den Pferdehandel. 1587 schrill der kaiserliche Landrichter Johann Georg Rechberger gegen vier Juden in Sachen „der aus dem Lande verüehrlen Gieter und Ross** ein, welche als verfallen erklärt wurden und nicht passieren durften. 1605 erstattete der Magistrat Linz an die Landhauplmannschaft einen Bericht des Juden Manscht- Ross-Kontrabanda betretend"-1 a). Es dürfte sich in dem einen Falle um die Benutzung nicht erlaubter Straßen, im anderen Falle um Umgehung der Maut gehandelt haben. 1668 schließen Philipp Mehringer, Breuer zu Mölk, und Moyses Löh, Jude1 zu Mautern. in Linz einen Roßhandel, bei dem es nicht ohne Injurien abgegangen ist, ebenso sind 1690 Roßhändler Urban Weissmann zu Wien und Lösser, Jude von Prag. Die Pferdehändler haben eben nicht die feinsten Manieren. Auch Getreide, Spezereiwaren, Juwelen sind die Artikel, mit denen die Juden handeln. 1649 kaufte Hörlinger, Jude von Stain von Egidi Khoperger von Kirchdorf Getreide und Sensen gegen Kontrakt und Wechsel. Der Fall ist insoferne noch von Interesse, weil der Jude geltend macht, er könne wegen Einfall des Feindes in Krems das Geschäft nicht aufrecht erhalten. OlVcnbar konnte er deshalb den Jahrmarkt zu Krems nicht besuchen und die gekaufte Ware absetzen. 1676 schloß der Jude Daniel Porisch aus Nikolsburg mit Andree Klemb, Bürgermeister von Wels, ein Getreidegeschäft, für das er 200 11. in Gold und seine EH'ekten als Bürgschaft erlegte. 1706 schloß Salonion Marian, Jude von Rosenberg, mit Georg Probst aus Langenhalsen einen Haberkonlrakt. Im Jahre 1609 kaufte Joachim Brandeis, .lüde aus Prag, von Stephan Forster, bürgerlicher Handelmann zu Steyr, zwei Sack Pfeifer im Werte von 400 11. 1650 traf Isaac Samuel, Jude in Wien, mit Gregori DieiTenbacher, Handelsmann zu Salzburg, einen Stichhandel in Indigo, Weyrauch und Gummi hier in Linz, und 1655 lieferte der Holjude Hörlinger von Wien Spezereiwaren an Rother in Salzburg. 1646 bis 1650 handelte der Linzer Goldschmidt Michael Kuerz mit Juden in Ringen und Broschen; 1664 kauft Jacob Levi del Banko, Hofjude in Wien, eine Perlenkette im Werte von 2120 11. von Tobias Nutz. Freiherrn zu Wartenberg, in Linz. 1674 schließen der getaufte Jude Leopoldus Joannes mit Samuel Worofsky, Handelsmann aus Trebitsch. einen Kontrakt um 1200 fl. Perlen, wobei letzterer (kein Jude) zwei Juden als Sachverständige zuzieht. Von Linzern, die mit Juden Geschäfte abschlössen, sind zu nennen: Herr von Pollhaimb, der 1614 mit dem Prager Juden Sax auf 3000 fl. verkaufte, Graf von Tilly, der 1642 mit Moyses Fröschl von Wien handeile, 1663 Ferdinand Lorenz mit Prager Juden; 1675 Zampanelli mit Wiener Juden, die Firma Veit Zwilling, die 1687 einem Juden aus Rosenberg den Vertrag nicht erfüllte, der Fabrikendirektor Domenicus Kolb, der 1707 an Marian, Juden von Rosenberg, eine Forderung von 410 11. hatte, und Herr von Kolbenthurm, der 1717 neben dem Juden Spitz mit dem großen Armenhaus in Wien um die hiesige Fabrica einen Kauf, beziehungsweise weiteren Bestand-Verlassungskontrakt schließt. 1762 handelt Maria

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