Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 5 (1927)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1927)
- Article
- Die Juden in Linz
- Date
- 1927-05-01
- Page
- 317 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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jjrn^n:riTy rr?*$ ri'osa Jüdischer Grabstein zu St. Martin bei Ried für Frau Rulid, Tochter des R. Tobia und (iattin des IJosca, gest. am iq. Bissau iC/iolhamoed) au einem Sabbat des Jahres 30(SV ./. i)±4 u. '/.. Österreichs die Juden gefangen genommen, ihrer Güter beraubt und zur Taute gezwungen. Die Juden weigerten sich standhaft und verdankten der Geistlichkeit die Rettung ihres Lehens. Ein junges Mädchen ward getauft und von einem Herzog ausgestattet. Ein vierzehnjähriger Knabe, welcher sich aus Furcht der Taufe unterzog, trat nachher wieder ins Judentum zurück, ward deshalb belangt und den Flammen übergeben." Wie es in Wirklichkeit mit der Liebe der Geistlichkeil, der die Juden die Reitung vom Tode verdankten, aussah, kann man in der Quelle „Fragmentum historicum de IV Quarti Alberli Austriae dueibus" bei Pez II nachlesen, denn die Lehrer der heiligen Theologie" sagten, man solle sie nicht töten, sondern in immerwährender harter Knechtschaft, bedrücken. So stellten sie fast einen Monat lang ihre Standhaftigkeit auf die Probe, ob sich .,aus Furcht vor der Todesstrafe wenigstens einer laufen ließe . . .'' Dieses Ereignis des Jahres 1371 muß man genau verstehen. Wie ganz richtig die jüdische Quelle erraten läßt, handelte es sich damals um ein den Juden gegenüber sehr oft und ebenso rücksichtslos angewendetes Mittel, um ihnen ihr Geld, Hab und Gut zu entreißen. Man ließ sie einfach alle ohne Unterschied an einem bestimmten Tage, der gewöhnlich geheim gehalten wurde, einkerkern, um sie nach einer Zeit gegen ein Lösegeld freizugeben, wie es zum Beispiel Philipp IL