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Menorah · 1927-05-01 · Heft 5 (Mai 1927) · p. Seite 316

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Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 5 (Mai 1927)
Article
Die Juden in Linz
Date
1927-05-01
Page
Seite 316 (sequence 6)
Language
German
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316 MENORAH eine äußerliche Nötigung zu diesem Schritte bestand, ist nicht bekannI, immerhin sind die Daten: 1334 die Taufe der beiden Juden, 1336 der aufgefundene Grabstein und 1338 die Hostienschändungsanklage, die Linz nennt, für eine damals stattliche Siedlung von Juden in Linz bezeichnend. Es ist sogar wahrscheinlich, daß das Jahr 1349 einen Zuzug von Juden gebracht hat, wie es die genannte jüdische Quelle hervorhebt. Aus dem Jahre 1366 besitzen wir nämlich eine Nachricht über einen Juden Strovllein von Linz, dessen Sohn Tröstel in Krems lebt. (Urk.-Buch, B. VII, S. 273, Nr. 277, d. d. 24. April 1366), der wohl mit Stroeln, dem Juden identisch ist, von dem ein Brief aus dem Jahre 1376 im Archive des hiesigen Museums liegt (Urk.-Buch IX., Nr. 120); aus dem Jahre. 1359 die über den Juden Baruch von Linz, von dem das Stift Reichersberg einen Weinberg um 34 Pfund Wiener Pfennige gelöst hat (ebenda S. 666, Nr. 456). Derselbe Baruch wird nochmals 1368 erwähnt. Denn die Herzoge Albrecht und Leupold bekennen, daß sie Rudolfen von Wallsee von Enns 200 Pfund geben sollen, wofür sie ihn mit seinen Genossen Simon dem Fenken und Ottokar von Wolf stein von dem .luden Baruch zu Linz um 210 Pfund geledigt. (Notizenblatt zum Archiv für Kunde österr. Geschichtsquellen, 1851, S. 366. Urk.- Buch VIII, S. 375.) Im Jahre 1377 wird Isak der Jude (vermutlich identisch mit dem, den Ziegler „Geschichte von Urfahr", S. 202 nennt) genannt, dem Margareth, Witwe Wolfharts zu Waltenfeld (Pfarre Gallneukirchen) um den Hof zu Waltenfeld einen Schuld- und Versatzbrief ausstellt. (Urk.-Buch IX, Nr. 162, S. 205.) Dieselbe schuldet zu gleicher Zeit Läzlein dem Juden 2 Pfund Wiener Pfennige (Urk.-Buch IX. Nr. 286, S. 367). 1378 bekennt Hitschel der Jude zu Linz, daß Stephan der Piber und Ulrich Pemdorfer den ihm versetzten Knollhof. in der Pfarre Gramastetten gelegen, von ihm gelöset haben. (Urk.-Buch IX, Nr. 369, S. 457.) Derselbe Hitschlein erscheint im gleichen Jahr als Gläubiger im Spruchbrief zur Beilegung des Streites zwischen Rudolf und Georg von Wallsee und hat 180 Pfund Wiener Pfennige zu fordern. (Urk.-Buch IX, Nr. 416.) Er scheint ein bedeutender Jude gewesen zu sein, da er gleich nach Steuzzen dem Juden von Wien aufgezählt wird. Er dürfte „der Jude von Linz'4 gewesen sein, den eine Nachricht aus dem Jahre 1379 anführt: „Anna des Otten seligen von Wald Witib bekennet, daß sie versetzt hat Herrn Gundakkern von Tannberg und Stcfl'an Volkra von Reichenhall ,h i n t e r den J u d e n v o n L i n z iindseinenErbe iV um 44 Pfund Wiener Pfennige. (Urk.-Buch IX, Nr. 613.) Er scheint mir jedoch mit dem früher genannten Hausbesitzer Hirschlein (Hitschlein) nicht identisch zu sein. Das Jahr 1371 war wieder ein Unglücksjahr für die Juden. Die bereits genannte Chronik Emek habacha vermerkt: „Im Jahre 1371 Hessen die Räte des jungen Herzogs die Juden in den Städten seines Reiches ergreifen und ins Gefängnis werfen, woselbst sie lange Zeit blieben, so daß sie ihres Lebens überdrüssig wurden; indes marterte und quälte man sie damals wenigstens nicht." Mit dieser Darstellung stimmt in gewissem Sinne ein zweiter Bericht, wie ihn der Geschichtschreiber Jost (VII, 275) gibt, nicht überein: ,,An einem bestimmten Tage wurden in allen Städten

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