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Menorah · 1927-02-01 · Heft 2 (Februar 1927) · p. Seite 97

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 2 (Februar 1927)
Article
Auf dem Hügel
Date
1927-02-01
Page
Seite 97 (sequence 6)
Language
German
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AUF DEM HÜGEL 97 ,,A, husch .. Ein winziger Pausback, ohne Schneidezähne, mit nacktem, aufgedunsenem Bauch kriecht im Garten zwischen den Beeten umher. Schmiel-Jossje schreit, ohne sich umzuwenden: ,,Nach Haus, du Bankert... Kriechen im Garten herum. . . Zertrampeln den ganzen Garten." Der kleine Enkel hat eine Heidenangst vor dem Großvater und nimmt Reißaus. Schmiel-Jossje rennt ihm nach, packt ihn und patschelt ihn auf das Gesäß. Dann drückt er seine langen, grauen Brauen zusammen und sinnt angestrengt nach, wessen der Kleine sein mag: Mendel-Herschs oder Scheindels, Eljeh-Nuchims oder Razes .. . Die Vögel picken die roten Weichsein auf den Bäumen, zwitschern, fliegen durch die schattigen Zweige und zupfen einander. Der Großvater sieht den Enkel lange an, sein behaartes Gesicht verzieht sich zu einem halben, mißvergnügten Lächeln und er leiert seine alte Weisheit herunter: „Ha, du Lump... wird bald abkratzen . . . ja . . . ein kleines Särglein, ein winziges ..." Das eine Lid unter den buschigen, grauen Brauen wird etwas kleiner und faltet sich zu einem Lächeln, das wie der Beginn einer weinerlichen Grimasse erscheint. Auch das Enkelein lacht mit seinem platten, nassen Naschen; es hat wie sein Großvater ein etwas kleineres, halbgeschlossenes, schief nach oben gefaltetes Lid. Der Großvater zieht dann das Kind in die Höhe, stellt es auf einen gefällten Klotz und wiegt sich in Freude. Er singt dazu mit seiner belegten, alten, raunzigen Stimme: ,,Hops—ak mitn langen Leibzuda—a—k, mitn groissn spoda—a—k ..." Währenddessen schickt er sich an, mit vorgeneigtem Rücken und spitz auslaufendem, wirrem Bart in die Stube zu eilen. Ein feistes, barfüßiges Bauernmädchen mit flachs färb enen Brauen betritt die Stube und schweigt. Schmiel-Jossje zieht sie hinter den Herd und bald darauf wägt er mit halbgeschlossenem Auge, auf einem Finger, das Säcklein Gerste, das das Bauernmädchen aus dem Busen hervorgezogen hat. Er feilscht darum geraume Zeit und flüstert ihr leise, angestrengt, mit zorniger Gebärde zu: „Ich sage dir, blöde Bäuerin.. . nimm Geld. .. Wir sollen so gesund sein ..." Aber das Bauernmädchen ist unzufrieden. Sie hält das Säcklein in

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