Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 11 (November 1926)
- Article
- Der Traumsiedler
- Date
- 1926-11-01
- Page
- Seite 636 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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636 MENORAH „Ich glaube auch." „Also, wenn ihr das Schöpsenfleisch so gerne mit Reis esset... es ist auch gut.. . behalte dir zehn Klafter/4 Ich schweige. „Behalte dir fünfzehn!" Ich antworte nicht. „Also meinetwegen, behalte zwanzig; achtzig Kubikklafter aber mußt du dem Soliman verkaufen. Was verlangst du dafür?" Ich schüttle den Kopf. „Ich brauche kein Geld." „Du brauchst kein Geld? Hm! Du bist ein sonderbarer Kauz, Jischaj/' Ich möchte ihn schon loshaben, denn sein Geschwätz fängt an, mir lästig zu werden. Da plötzlich wiehert das Pferd. „Ein schönes Pferd!" Soliman lacht roh: „Willst du es? Für den Reis kannst du es haben/' Eine neue Welt erschließt sich mir. Ich kann es nicht glauben. Er hält mir die Hand vor. „Gemacht?" Wieder ein unangenehmes Wort. Ich fühle die Grimasse des Ekels auf meinem Gesicht und schiebe die ausgestreckte Hand beiseite. „Nein!" „Ich gebe dir den Karren dazu!" „Nein! Nein!" „Ich gebe auch Gold." „Ich will keines." „Was willst du denn? Ein Kamel? Ein Maultier? Ein Zugtier zur Feldarbeit?" „Einen Pflug möchte ich haben." „Einen Pflug!", sagt Soliman, „ich gebe dir einen, der auch in England seinesgleichen sucht." Er sieht, daß ich noch unschlüssig bin und redet mir deshalb zu: „Also, laß uns einig werden. Du bekommst einen Pflug." Er blinzelt. „Und ein Pferd zum Pflug." Er wartet, schaut mich an. „Und einen Karren dazu." Er schlägt die Hände zusammen.