Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Inhalt
- Article
- Spiegel eines Thoravorhanges [Illustration]
- Date
- 1926-10-01
- Page
- Seite 602 (sequence 3)
- Language
- German
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602 MENORA Ii HAUS JACOB EMDENS Altona, ßreitestraße 155, mit dein Dachschutz nach biblischer Vorschrift (5. Mose 22, 8) Ür—teBsü hissen, mit dem Vorbehalt, jederzeit nach seinem eigenen Belieben selbe widrum abfordern und herausnehmen zu können, da bemeldler Michel Sallomon bemeldte Thora mehreremahlen abgefordert, aber selbe gütlich nicht erhallen können, wo über selber seine Klage darüber bey mir geführt, der Jude Joseph Simon aber ohngeachlct von hier aus desfalls erlassenen Befehls kein Gehorsam leisten will. (Jüdisch-deutsch.) Juzpa b, S[?] s" g" 1 [-Levil] Gmssenehr[ieh] sollte dem Michel YVeipel die Thora in seinem Hause herausgeben, bei vermeinender Einwendung vor mir erscheinen. Er kam nicht, weigerte sich auch, die Thora herauszugeben. Deshalb wird Euch bei Androhung des Bannes ungeraten, die Thora rolle nicht zuriickzubelmltcn, sondern sie dem R. Michel auszuhändigen. Wonach zu achten und keine Jurisdiction eingreifenl Warburg, den 17. Ab 5545 [1785]. Samuel Steg. Der Lehrer in Weipel soll eine Abschrift nebst Bescheinigung übergeben und die Thorarolle in Empfang nehmen lind sie R. Michel einhändigen. Bei Erwiderung eiten falls zu bescheinigen. 865. (Jüdisch-deutsch.) Anklage wegen ungebührlichen Benehmens des Ghajjim im Go t leshause. I. Wie ich habe Jahrzeit gehabt, sandle ich zu ihm, zum Minjan [Gebet] zu kommen. Aber Ghajjim antwortete dem Bolen: in der Nacht komme er nicht, ich sollt warten bis zum Morgen. Habe müssen nach Horn geben.!2. Als meine sei. Frau starb und mir ein Knalle von 5 Jahren zurückblieb, sandle ich zu ihm, um in der Schibha |Trauerzeil j zum Minjan zu kommen, damit Kaddisch gesagt werden könne; antwortete Ghajjim: er hätte keine Diener für mich, Minjan zu machen. J. Zwischen Pessacb und Sehabuolh, als der Ghazan den Zulalli [ein Festgebet) sang, stand er hinter dem Ghazan und spielte mit den Fingern auf seinem Stocke, wie mail die Flöte blässt, in großer Frechheit. 4. Am letzten 9. Abh kam er des Abends nicht ins Gotteshaus. Des Morgens kam er, als der Ghazan die Kinoth [Klagegebete) vortrug, und benahm sieh unsagbar frech. 5. Zunächst hat er die Slrümpf hcruntergezogen, daß sie zur Erde herabhingen, und die Bux herauf in die Höh, daß, wer ihn sah, hätte schwören mögen, er habe keine Bux an, sondern sei nackt. ö., 7. u. 8. werden noch andere Ungeh ö rigk ei t e n a nge fii h r I. 9. (Zu Minclia) haben wir (ins Gotteshaus) wollen gehen um 4 Uhr (zum Trotz sagte er, man solle) um ß Uhr gehen, so daß ich cs nicht erfuhr, und ich hin Koben und verpflichtet, mich zur Thora aufm len zu lassen. Als ich nun zum Gottesdienst kam, wurde gerade die Thora bereits zusammeiigerolll und bekleidet, und er schrie nach der Melodie von Rösch hasehana: Aschre. 10. Das „amen jehe schemch rabba“ schrie er ungemein laut. 11. Am Sabbat, wenn der Vorbeter die