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Menorah · 1926-09-01 · Heft 9 (September 1926) · p. Seite 531

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 9 (September 1926)
Article
Gespräche über Kunst, Judentum und Judenstaat
Date
1926-09-01
Page
Seite 531 (sequence 3)
Language
German
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GESPRÄCHE ÜBER KUNST, JUDENTUM U. JUDENSTAAT 531 Josef Tepper (Palästina) / Chaluzim Der Maler: „Natürlich. Der hebräische Leserkreis ist doch noch so klein .. ." Ich: „... daß niemand die hebräischen Gedichte ins Englische oder Deutsche übersetzen kann, meinen Sie? Nein: es gibt noch eine einfachere Erklärung. Die nämlich, daß unsere hebräischen Autoren ebenfalls durch die Bank — uninteressant sind, oder was das gleiche bedeutet, egoistisch." Der Maler: „Ihrer Meinung nach sollten wohl die hebräischen Dichter historische Gedichte schreiben oder Zionslieder singen oder begeisternde Arbeiterhymnen?" Ich: Gott behüte uns davor! Ich will das Gegenteil von Begeisterung, ich will nationales Erleben. Sagen Sie mal, wann haben Sie zum Beispiel zum letzten Mal Gedichte so gelesen, daß Sie mir sagen können, was in ihnen gestanden ist?" Der Maler (triumphierend): „Zufälligerweise erst gestern!" Ich: Darf man fragen, was Sie gelesen haben?" Der Maler: „Goethe . . ." Ich: „Nun, den lasen Sie in Erinnerung Ihrer Jugendeindrücke. Aber von modernen, von hebräischen Lyrikern . . .?" Der Maler: In der letzten Zeit haben die mich weniger interessiert, das ist wahr." Ich: „Das heißt, es hat Sie weniger interessiert, was Herr T. oder Herr B. als Gedanken über Liebe, den Frühling, die Natur, den Chedcr, Gott oder Jerusalem mitteilte. Vielleicht fanden Sie es sogar eigentümlich

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