Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 8 (August 1926)
- Article
- Musik in Palästina
- Date
- 1926-08-01
- Page
- Seite 461 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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MUSIK IN PALÄSTINA 461 Musicians Association, rniüx). Diese umfaßt die ausübenden Musiker Palästinas und als außerordentliche Mitglieder auch Musikfreunde, hat Zweigstellen in Jerusalem, Tel-Aviv und Haifa und ist eine Gründung des Komponisten Dr. Mordechai Sandberg. Hier müßte meine Darstellung, um ihm, diesem strengen Polyphoniker, gerecht zu werden, eigentlich selbst polyphon gehalten sein. Ich müßte zugleich von der Vereinigung, den palästinensischen Komponisten im allgemeinen und Dr. Sandberg im besonderen sprechen. Etwa so: / Pf SandkerF —A-rzfrim Geheimen komponierettdtritt au die Öffentlichkeit I wird zur Wahrung beruflicher Ini Sandberg gegründet I u ^^^^^;r,^__-Nach und nach treffen jüdische Korn^- — \l_jnjjiiiihiLnd. i(Engejsj<0Mi^y) iuPalastbia t;ki ' Ich bediene mich aber doch der gebräuchlicheren Darstellung und nehme die Stimmen einzeln durch. Ich scheue mich nicht, als die bedeutendste jene des Dr. Sandberg zu bezeichnen, wenn sie auch noch nicht sehr zu Gehör kam. Er hat eines Tages seine gute ärztliche Praxis an den Nagel gehängt (wie man zu sagen pflegt) und sich vollständig der Musik ergeben. Es war nicht leicht. Das heißt, die Schwierigkeiten kamen nicht etwa von seiten der Musik. An die ging er mit einem Ungestüm heran, die nichts anderes übrig ließ als Ergebung. Von Kovalsky, dem Jerusalemer Musikalienhändler, kaufte er sämtliches Notenpapier auf und seither sitzt er Tag und Nacht in seinem Kämmerchen und beschreibt die Bogen fein säuberlich von rechts nach links mit Gesängen, Kammermusikwerken, Symphonien, Oratorien, Musikdramen usw. von gigantischen Dimensionen. Dies erfolgt ganz lautlos, es gibt kein helfendes Klavier und kein Mensch im Hause ahnt, hier werde komponiert. Schwieriger war es den Brennstoff zu beschaffen, mit dem man mittlerweile den leidigen Kadaver heizen mußte. Schließlich hat sich eine Gesangslehrerstelle am Jerusalemer Gymnasium gefunden, wo Sandberg seine nichtsahnenden Schüler in Vierteltönen singen läßt, und so ist mehr schlecht als recht in diesem Punkte gesorgt. Über Sandbergs Musik selbst werde ich nicht sprechen. Hoffentlich wird man sie bald häufiger hören. Sie ist nicht leicht und ganz und gar nicht gefällig, aber eine Aufführung (Klavierauszug) einer Vertonung, das Anfangen des „Predigers" in der „Vereinigung",