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Menorah · 1926-08-01 · Heft 8 (August 1926) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 8 (August 1926)
Article
Musik in Palästina
Date
1926-08-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Musik in Palästina Von Markus Reiner Wir freuen uns, unseren Lesern wieder einmal einen Originalberichl über das Musikleben in Palästina bieten zu können. Wie aus ihm selbst ersichtlich, wird eine Fortsetzung bald folgen. Aus dieser wird dann die allgemeinere Musiksituation zu entnehmen sein, die Gastkonzerte berühmter Virtuosen in Palästina usw., während es sich diesmal um ganz spezielle Erscheinungen handelt. Nun ist der europäische Leser gewöhnt, Nachrichten über Kultur- und Kunstleislungen in Palästina fast immer mit dem unsinnigen Beigeschmack einer romantischen Einstellung vorgesetzt zu erhalten, als ob es bei solchen Kunstwerken vor allem auf die nationale Gesinnung ankäme. Wenn wir aber z. B. von einem neuen Musiker hören, der so sehr im jüdischen Empfmdungskreis wurzelt, daß er Noten nur von rechts nach links schreiben kann, so scheint es viel wertvoller, zu erfahren, daß dieser Künstler eine autonome Musikproduklion, eine wirkliche moderne Musikbewegung in Palästina einleitet, als wenn man uns erzählte, daß ein neuer Komponist auftritt, der — zum so und sovielten Male — jüdische Volksmelodien in seinen Werken verarbeitet. Das Jüdische, das ohnedies untrennbar mit ihrem Sein verknüpft ist, brauchen die Menschen dort nicht erst zu betonen. Was nol tut, ist eine starke Leistung in einem starken Lande. R. Reti. s ist über ein Jahr her, daß ich an diesem Orte einen Bericht über J_J den damaligen Stand des Musiklebens in Palästina zu geben versuchte. Es war an Konkretem nicht sehr viel zu berichten; ich mußte mich darauf beschränken, ein Stimmungsbild der musikalischen Atmosphäre zu malen. Es ist nun erfreulicherweise vieles hinzugekommen. In der Entwicklung des neuen jüdischen Lebens findet auch die Musik ihren (vorläufig allerdings nur sehr bescheidenen) Platz. Die Jerusalemer Musikgesellschaft (Jerusalem Musical Society, mtt^rv mnb rmn), über die ich bereits damals berichtete, setzt ihre lobenswerte, wenn auch nicht übermäßig interessante Tätigkeit fort. Ihre Veranstaltungen, die im Anfang einigermaßen privaten Charakter trugen, erst in größeren Privatwohnungen, später in einem Saales des Distrikt-Regierungsgebäudes (alsStorrs Präsident der Gesellschaft war) stattfanden, bei denen es in der Pause Tee und Kuchen gab und man seine Freunde und Freundinnen sprach, sind jetzt richtige öffentliche Konzerte, und die Vereinsleitung wirkt nicht anders als eine gemeinnützige Agentur, die Mitgliedschaft ist lediglich zu einem ,,Abonnement" geworden. Wesentlich interessanter ist die Tätigkeit einer zweiten Gesellschaft, der Vereinigung der palästinensischen Musiker (Palestine

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