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Menorah · 1926-08-01 · Heft 8 (August 1926) · p. Seite 439

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 8 (August 1926)
Article
Anteil der Juden an den geographischen Entdeckungen
Date
1926-08-01
Page
Seite 439 (sequence 13)
Language
German
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ANTEIL DER JUDEN AN GEOGR. ENTDECKUNGEN 439 Zu der englischen Nordpolexpedition im Jahre 1773 wurde von der Londoner Regierung als Begleiter des Kapitäns Phipps, des späteren Lord Mulgrave, der jüdische Astronom, Botaniker und Mathematiker Israel Lyons herangezogen. 1739 als Sohn des aus Polen nach England ausgewanderten Lehrers der hebräischen Sprache an der Universität in Cambridge, Israel Lyons, geboren, hatte er sich in Cambridge und Oxford als Hochschullehrer betätigt. Er starb kurz nach seiner Rückkehr von jener Expedition, 1775, gerade als er mit der Herausgabe einiger hinterlassener Schriften Edmund Halleys beauftragt worden war. 1869 stellte EmilBessels (geb. 1847 in Heidelberg, gest. 1888 in Stuttgart), Mediziner und Zoologe, von Petermann angeregt, Forschungen in der arktischen Zone, besonders über den Einfluß des Golfstromes auf das östliche Spitzbergen, an. Nachdem er den Feldzug in Frankreich als deutscher Militärarzt mit Auszeichnung mitgemacht hatte, beteiligte er sich 1871 erfolgreich an der Hallschen Nordpolexpedition. Daß Sven Hedins Mutter eine Jüdin war und Fritjof Nansen der Enkelsohn des Juden Nathansen ist, dürfte bekannt sein. An fünf amerikanischen Expeditionen nach dem Nordpol aus dem 19. Jahrhundert beteiligten sich Juden. Isr. Isak Hayes bereiste in den Sechzigerjahren dreimal Grönland. Die Payersche Nordpolfahrt begleitete als Arzt und Zoologe ein Jude, Dr. Kepes, die technischen Vorbereitungen wurden von Siegfried Marcus, dem bekannten Erfinder des Automobils, getroffen. Ein Landsmann des Dr. Kepes, der Ungar Angelo Heilprin, beteiligte sich hervorragend an den Erfolgen Pearys und Cooks. Heilprin, aus einer angesehenen jüdischen Gelehrtenfamilie, 1860 geboren, seinerzeit Professor der Paläontologie und Geologe in Philadelphia, war auch Jahre hindurch Präsident der dortigen Geographischen Gesellschaft. Nach dem fürchterlichen Erdbeben auf Martinique unternahm er, während der Vulkan noch rauchte, an Ort und Stelle eine wissenschaftliche Untersuchung der Katastrophe. Heilprin war es, der die erste Peary-Expedition im Jahre 1891 organisierte, mit der Cook seine erste Nordlandsreise als Arzt mitmachte. Ebenso war es Heilprin, der im Jahre 1892 die Expedition zur Rettung Pearys in das Eisgebiet über Grönland hinaus ausrüstete und leitete. Mit welchem Erfolge, ist bekannt. Es gelang Heilprin, die steckengebliebene Expedition Pearys zu befreien und ihn samt allen Teilnehmern, einschließlich Cooks, heil heimzubringen. Er war es auch, der die Geogra-

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