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Menorah · 1926-08-01 · Heft 8 (August 1926) · p. Seite 437

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 8 (August 1926)
Article
Anteil der Juden an den geographischen Entdeckungen
Date
1926-08-01
Page
Seite 437 (sequence 11)
Language
German
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ANTEIL DER JUDEN AN GEOGR. ENTDECKUNGEN 437 Die Insel Sokotra an der Ostküste Afrikas leitet zu dem Erdteil über, in dem wir nun den Spuren jüdischer Forschungsreisender folgen wollen. Sofort drängt sich uns da auf die Lippen der Name Emin Pascha, der 1840 in Neiße als Sohn des dortigen jüdischen Kaufmannes Louis Schnitzer geboren wurde und ursprünglich den Vornamen Isak getragen hat, den er erst später in Eduard modernisierte. Sein Großvater, Josef Schnitzer, war aus Polen nach Oppeln übersiedelt und hatte dort dieTochter des Rabbinatsverwesers Pappenheim, auch Oppler genannt, geheiratet. Eduard Schnitzer studierte Medizin. Unmittelbar vor Abschluß der Studien verließ er Deutschland. Er kam über Österreich, wo er sogar daran gedacht hat, in österreichische Militärdienste zu treten, nach der Türkei. Er wurde in Antivari Hafen- und Distriktsarzt, dann Hausarzt beim Gouverneur Ismail Pascha. Bald lebte er in Syrien und Arabien, bald in Trapezunt, Erzerum und Janina. 1875 betrat er den Boden Ägyptens, 1876 im Gefolge Gordon Paschas den Sudan. Dort untersuchte er die Nilquellen. 1877 fuhr er zum zweitenmal den Nil hinauf bis zum Albert-Njansa-See. 1878 wurde er von der ägyptischen Regierung zum Gouverneur derÄquatorial-Provinzen ernannt. Er hatte diese Gebiete mustergültig organisiert, bedeutend erweitert und für ihre wissenschaftliche Erforschung eine ungeheure Arbeit geleistet. Da brach der Aufstand des Mahdi aus. Die Bezirke nördlich seiner Provinz gingen der ägyptischen Herrschaft verloren und Emin Pascha, wie er sich umgenannt hatte, war vorn Norden abgeschnitten, sein Schicksal schien besiegelt. Jahrelang hielt er sich tapfer gegen die Mahdisten. Verschiedene Expeditionen europäischer Forscher versuchten ihn zu befreien. Doch erst dem Engländer Stanley gelang es, im Dezember 1887 Emin zu erreichen. Sie gelangten glücklich an die Ostküste. Der deutsche Reichskommissär, Major von Wißmann, gab Emin zu Ehren ein Bankett, wobei Emin Pascha infolge seiner großen Kurzsichtigkeit das Unglück zustieß, aus dem oberen Stockwerk herabzustürzen. Von den inneren Verletzungen

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