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Menorah · 1926-08-01 · Heft 8 (August 1926) · p. Seite 429

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 8 (August 1926)
Article
Anteil der Juden an den geographischen Entdeckungen
Date
1926-08-01
Page
Seite 429 (sequence 3)
Language
German
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ANTEIL DER JUDEN AN GEOGR. ENTDECKUNGEN 429 Drei Jahrhunderte später, in der Epoche der großen portugiesischen und spanischen Entdeckungen, begegnet uns eine größere Zahl jüdischer Weltreisender. Die Bedeutung der Juden für die Entwicklung der portugiesischen und spanischen Seemacht hat Kayserling in mehreren Schriften behandelt. Er berichtet unter anderem von einem Juden, Jucef Fakin aus Barcelona, der die ganze damals bekannte Welt umschifft hat. Heinrich der Seefahrer errichtete eine nautische Akademie und berief an diese als Präsidenten den Juden M e s t r e J a i m e aus Malorka, der der Lehrer der Portugiesen sowohl in der Schiffahrtskunde als in der Herstellung von nautischen Instrumenten und Karten, somit der Begründer der modernen Kartographie wurde. Die Verbesserung des Astrolabs und ein Verfahren, an Bord des Schiffes die Mittagshöhe der Sonne über dem Horizonte zu beobachten, eine Erfindung, ohne die die späteren Entdeckungen unmöglich gewesen wären, sind zum großen Teile portugiesischen Juden zu verdanken. Als der König Johann von Portugal aus Geiz, mit Umgehung des Kolumbus, von dessen ihm angebotenen Planen Nutzen ziehen und auf eigene Faust einen Seeweg nach Indien finden wollte, schickte er im Mai 1487 zwei Ritter in das Reich des Priesterkönigs Johannes von Äthiopien. Der eine von ihnen schlug den Weg längs der afrikanischen Küste ein. Hier traf er einen jüdischen Kaufmann, der ihn begleitete. Als der Ritter unterwegs gestorben war, kehrte dieser Jude nach Lissabon zurück und berichtete dem König über alles, was sie in Erfahrung gebracht hatten. Der andere Portugiese besuchte Ostindien und kehrte nach Kairo zurück, wohin er sich mit seinem Gefährten verabredet hatte. Dieser war aber inzwischen verstorben und in seinem Auftrage überbrachte jener Jude, zu dem sich ein zweiter gesellt hatte, dem Ritter Briefe vom Könige. Der eine dieser Juden hatte vom Könige von Portugal den Auftrag erhalten, in Begleitung eines sprachkundigen Genossen jenen Ritter aufzusuchen und ihm Weisungen zu übergeben. Er selbst kehrte nach Lissabon mit der Nachricht zurück, daß, wenn die Portugiesen an der Westküste ihre Fahrten weiter fortsetzten, sie sicher an die Endspitze von Afrika gelangen würden. Bevor er aber Lissabon erreichte, wußte man dort bereits, daß Bartolomeo Diaz das Kap der Guten Hoffnung entdeckt und zum Teil umschifft hatte. Diese beiden Juden w aren Abr. de Beja und Josef Zapateiro. Christoph Kolumbus stand mit dem königlichen Leibarzt, dem Juden Josef Vecinho, und anderen gelehrten Juden Lissabons in persönlichemVerkehr.Vecinho schenkte ihm die von ihm selbst besorgte lateinische Übersetzung der astronomischen Tabelle des Abraham Z a-

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