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Menorah · 1926-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1926) · p. Seite 398

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1926)
Article
Palästina
Date
1926-06-01
Page
Seite 398 (sequence 5)
Language
German
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398 MENORAH in einer ähnlichen Lage des jüdischen Volkes einst bei unseren Välern gefunden hat. Wie schön ist das in den Kelubot 112 a ausgesprochen. Als Rabbi Akiha und Rabbi Chanina ins heilige Land zurückkehrten, da „küßte Rabbi Akiha die Felsen von Akko, aber Rabbi Chanina begann sofort die verschütteten Straßen weg- Kiosk der „Säuglingspflege in Erez Israel" auf der zweiten „Messe des Nahen Osten" in Tel Awiw sam zu machen." Werktätige Liebe im richtigen Augenblick ist die wahre Liebe. Vertrauen ist nötig, daß Palästina seine Menschen durch Arbeit läutern Avird zu der neuen jüdischen Lebensgestaltung, die für den Fortschritt der Menschheit Kräfte lösen soll, gleich denen, die der Stolz unserer alten Kultur sind. Wie steht es heute in Wirklichkeit damit, in der Wirklichkeit des palästinensischen Lebens? Rein zahlenmäßig zeigt sich der Umfang des Kolonisationswerkes in seiner Bedeutung durch die Tatsache, daß von 1919 bis 1925 hunderttausend Juden in Palästina eingewandert sind. Augenblicklich unifaßt die jüdische Bevölkerung im Lande etwa 150.000 Menschen. Da Amerika seine Pforten verschlossen hat, ist Palästina das Haupteinwanderiingsgebiet für die Juden. 1925 wanderten dreimal soviel Menschen (33.800) nach Palästina als nach Amerika ein. Ist nun Palästina in der Lage, eine größere Kolonisation in sich aufzunehmen, hat sich in der historischen Zeit das Klima nicht so verschlechtert, daß die Fruchtbarkeit des Landes unheilbaren Schaden gelitten hat? Es ist heute eine begründete Annahme, daß seit den Berichten des Alten Testaments — in dem übrigens dieselben klimatischen Verhältnisse vorausgesetzt werden, w7ie sie zur Zeit in Palästina bestehen, keine wesentliche Veränderung des Klimas stattgefunden hat. Der tatsächliche Rückgang der Bodenkultur hat seine Ursache in den ungünstigen, wechselvollen politischen Verhältnissen, die die Wirtschaft künstlich niederhielten. Die Erfolge der modernen Kolonisation lehren, welch gute Kultur das Land zuläßt. Die Regenmengen entsprechen nach langjährigen Beobachtungen dem mittleren Regenfall in Zentraleuropa. Die Aufforstung, die für das waldarme Land von größter Bedeutung ist, wurde vom jüdischen Nationalfonds 1920 begonnen und über 700.000 Waldbäume wurden gepflanzt. An nutzbarer Bodenfläche besitzt Palästina 1,800.000 Hektar, von denen 1925 bereits 90.000 in jüdischem Besitz waren. In den drei Jahren von 1921

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