Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 6-7 (Juni 1926)
- Article
- Leibesübungen bei den Juden
- Date
- 1926-06-01
- Page
- Seite 380 (sequence 3)
- Language
- German
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380 MENORAH Soweit es die örtlichen Verhältnisse zuließen, wurde auch das Rudern gepflegt. In Betracht kamen besonders die Stämme SebuIon, Dan und Ascher28). Viererlei Schiffe kannte man im Altertum, das PassagierschifT n\3*v das Lastschiff rtrBD, das Kriegsschiff THinsr und das Ruderboot ö^"^»20). Die kleinen Ruderboote waren nach Jesaja (18, 2) aus Schilf KttU und glitten leicht über die Oberfläche des Wassers dahin. Das Ballspiel findet Erwähnung in Jes. 22, 1830). Ein Bild von Spielplätzen malen uns Proverb. 8, 30 und 31 und Zach. 8, 5. Das Gleichnis31) vom Sonnenball, der sich freut, gleich einem Held, die Bahn zu durchlaufen, verrät uns die Kenntnis von stadienähnlichen <L^^, iL>^15ib Einrichtungen. ASSYRISCHER KRIEGER In welchem Ansehen die Leibesübungen MIT SCHLEUDER bei den Juden des biblischen Zeitalters standen, beweist am besten der Segen des Recken Jakob für seinen Sohn Josef32). Ihm, den die Bibel als Musterbild männlicher Körperschönheit darstellt, ruft Jakob zu: Mtsp frpfcO 2fc7tt S«W rtjn DtPte lp5T Y2X '■Ytt VY ma^i „Fest ruht in seinen Händen der Bogen und gelenkig sind seine Arme und Hände, gleich denen des Recken Jakob, des Steinehirten Israel." *) Kurzer Auszug aus dem gleichnamigen, umfassenden Werk des Verfassers, das demnächst erscheinen soll. 8)' II. Sam. l. 18 Wft löD hy J"DirO fOtt iTUT *W "IttSS* 8) Migie 20,29 dhd tr-nra masru 4) Exod 32, 19.*) 149, s hwnz iöt^ Mn\ 6) * 35, 10 "ptt5 '•Ö 'rt UI^KH VnttXV SD* 7) 1 Sam- 22, 17; II. Chron. 12, ll; IL Reg. Ii, 13, 19; II. Reg. 10, 25; I. Reg. 14, 27. 8) I. Reg. 14, 28. 8) ibid. 27, II. Reg. 11, 6. l0) I. Chron. 12, 8. «) Jellinek, Beth hamidrasch V. 37. ") -| 18, 30. 18) I. Sam. 17, 40. u) I. Chron. 12, 2. *) Ri. 20, 16. 16) II. Chron. 26, 15. 17) I. Chron. 13, 9. 18) II. Sam. 6, 6. 1S) Genes. 21, 16, ähnlich bei den Griechen va x6£,ot> pöiiazoq. 20) II. Sam. 2, 16. 2l) Ri. 21, 10. ■») Genes. 32, 25, 26. ») Genes. 29, 8—10. «*) ed. Migne. Bd. 5-6 S. 1183. *) Auch Rasi bemerkt zu L Reg. l, 9 J'DJÖ D-*lTOrt Vi1tP ptf ,flSnY!fi pX HYUlSl iTPffiS DfD fltf Ein Stein, an dem die Jugend ihre Kraft probierte, ihn zu be-wegen und mit ihm zu turnen. **) b. Kidd. 29a u. a. m. *7) Stellen, die darauf hindeuten, sindEzech. 47,5 und Jesajah 25, 11, I. Makk. 9, 48. «) Genes 49, 13. Deut. 33. 19. Ri. 5. 17. 29) Jes. 33, 21. 8°) Der spätere Midras will die Stelle in Eccles. 12, ll fll^VD CttDfi "Hll/ lesen als TD D^DDH 'HS! DU! die Worte der Weisen gleichen dem „Ball der Mädchen". 31) <b 19, 4. a2) Genes. 49, 24. B. Talmudische Epoche Es ist ein Trugschluß, aus dem mehrfachen Verbot des Talmuds1), Theater und Zirkusse der Römer zu besuchen, anzunehmen, daß die damaligen Juden Feinde der Leibesübungen gewesen sind, wie es im Mittelalter viele Rabbinen taten und noch heute Laien der Leibesübungen oder des Talmuds. Hier, wo nur Auswüchse der griechischen Gym-