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Menorah · 1926-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1926) · p. Seite 379

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1926)
Article
Leibesübungen bei den Juden
Date
1926-06-01
Page
Seite 379 (sequence 2)
Language
German
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LEIBESÜBUNGEN BEI DEN JUDEN 379 David fordert das Volk auf, Gott zu loben durch Tanz5) und ein späterer Psalm6) besagt wohl dasselbe. Der Tanz gab schließlich den Festen ihren Namen: 317 Fest, von der Wurzel JJfi (siehe oben). Von Lauf Übungen pn und Wettläufen berichten uns die historischen Bücher7). Die Läufer hatten besondere Gemächer8); es gab Meisterläufer9) und ein nach den Läufern genanntes Stadttor98-). Besonders berühmt waren die Gaditen wegen ihrer Schnelligkeit10). Der Midrasch ftöSfc? pörniD"^11) beschreibt ausführlich Wettläufe, die zu Salo mos Zeiten veranstaltet gewesen sein sollen. Der Hochsprun g ibl wurde praktisch angewandt beim Überspringen von Mauern12), der Weitsprung beim Springen über Geräte und kleine Graben oder Flüsse. Eine hervorragende Rolle spielte das Schleudern mit Bällen oder Steinen. Im Kriege wurde die Schleuder ybp von den Leichtbewaffneten benützt; aber auch jeder Hirte bediente sich ihrer zur Übung, man nannte sie darum auch: ,,Waffe des Hirten13"). Davids Mannen waren im Schleudern und Bogenschießen ebenso hervorragend mit der Linken wie mit der Rechten14). Besonders ausgezeichnet in dieser Übung waren die Benjaminiten, auch diejenigen unter ihnen, die nur einen Arm hatten15). Usijahu, König von Juda, ließ Übungsstätten von den vornehmsten Künstlern für seine Schleuderer und Bogenschützen errichten16). Das Speerwerfen war sehr beliebt; der Speer pTl war die wichtigste AngriffswafTe der Schwerbewaffneten. Bei Jerusalem gab es eine besondere Ubungsstätte f*)TD pti 17) für Speerwerfer, andere nannten sie auch Stätte der RichtigtrefTer pi: pi:ls). Das Keulenschwingen mit der Keule Pin in wird seltener genannt und gehörte wohl nicht zu den gebräuchlichsten Übungen. Dagegen war das Bogenschießen mit Pfeil f*n und Bogen ntPp, der durch eine Sehne inö straff „gespannt" "pH (,,getreten") war. die volkstümlichste Leibesübung, so daß die Reichweite des Bogens oft als Maß benützt wurde19). Hohes Ansehen genoß das Fechten20), das zum Kampfe benützte Gerät war das Schwert 11 rr oder der Säbel; er diente gleichzeitig als Hieb- und Stichwaffe21). Das Ringen plK ,Srvi wird22) als Meisterübung des Jakob gerühmt. Von ihm wird auch erzählt, daß er gewaltig im Stemmen und Gewichtshebe n23) war. Erwähnung findet diese Leibesübung auch bei Sacharjah 12, 3; und Hieronymus24) bemerkt zu dieser Stelle: mos est in urbibus Palaestinae, et usque hodie per omnem Judaeam vetus consuetudo conservatur, ut in viculis, oppidis et castellis rotundi ponantur lapides, gravissimi ponderis, ad quos invenes se exercere soleant et eos pro varietate virium sublevare.. ., woraus hervorgeht, daß das Steinheben eine sehr alte Sitte in Judäa war25). Der mündlichen Uberlieferung nach26) war das Schwimmen eine Leibesübung, zu der jeder Vater seinen Sohn erziehen mußte27).

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