Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1926)
- Article
- Jüdische Sakralkunst in Schlesien
- Date
- 1926-05-01
- Page
- Seite 276 (sequence 4)
- Language
- German
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M E N O R A II Abb. ."> Aus der Sklowcrschul Abb. 6 Thoraschild sind spätere Annexe. Aber die ornamentale Zier der Kaiiusehen weist so deutlich die Blütezeit der Barocke auf. du Ii sie das fehlende Stiftungsdatum voll ersetzen mag. Ein zweites Beispiel für ein Taß mit menschlich-liguraler Zier fand ich. einen ähnlichen Duktus verratend. in G r o ß - S t r e h 1 i t z,;). Oberschlesien. Im Gegensalz zu den vielen Zülzer Thoraschildern -— Brann gibt (siehe Fußnote 'l sechs verschiedene Heispiele, leider in zeichnerisch unvollkommener Art — sind die hier abgebildeten Beispiele aus der Landschule von beträchtlichem Kunstwerle. (Abb. ö und 7.) Das erste, in auffallend kleinen Abmessungen gehalten, ist ein Kabinettstück der Goldschmiedetechnik. Die fein empfundene Ornamentik erweist volles Einleben in den barocken Zeilgeist: nur die traditionellen Löwen zeigen noch den Atavismus des Gheltokünsllers. Das zweite Beispiel aber atmet reinen Ghetlogeist. Die Ornamentik zeigt einen nicht voll gelungenen Versuch, das frühe Rokoko der Außenwelt nachzuahmen, unbeholfen dessen Formen kopierend und falsch stilisierend. Um so vollkommener gibt der Goldschmied die» Gegenstände wieder, die er aus der Thora kennt: Menorah. Rauchaltar. Schanbrottisch usw. Remerkenswert erscheint auch, daß hier.