Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1926)
- Article
- Jüdische Sakralkunst in Schlesien
- Date
- 1926-05-01
- Page
- Seite 274 (sequence 2)
- Language
- German
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274 M ENORAH Abb. 2 Breslau, ehemalige Landschule, Vorderseite ist neuerdings wieder an Polen gefallen: seine Synagoge, ans dem beginnenden 17. Jahrhundert stammend, zeigt Abb. I. Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg ändern sieh die Verhältnisse. Nun erst, zur Auffüllung der dezimierten Bevölkerungszahl, erfahren die sehlesisehen Juden einigermaßen Duldung, wobei auffallenderweise die polnischen Juden bei Aufenthaltsbewilligungen in Breslau bevorzugt werden. Aber zur Abhaltung des Gottesdienstes errichten sich bald darauf die sehlesisehen Landjuden, die in Breslau nur vorübergehende Duldung erfahren, ein kleines Gotteshaus, inmitten des ..Pokoy-( Bouquoi-) Hofes", dem Hauptstapelplatz ihrer Waren. Die Behörde sehrieb vor. daß diese Betstube ,.in keiner Weise als solche kenntlich'* sein dürfe. Und. so zeigte denn das seil vielen Jahren abgebrochene Bauwerk (Abb. 2) zwar bewußte, aber schwache Anklänge an den Charakter der polnischen Holzsynagogen. Diese alte L a n d s c h u 1 e::) lag im erslen Stock, zugänglich durch zwei Treppen, je für Männer- und Frauenraum. So unzweifelhaft es erscheinen mag. daß der Baumeister der ..Landschul" ostjüdischer Herkunft war. so gewiß erseheint jener von Czieszowa als Niehljude. (Man nimmt an. daß dieser auch die gleicbalterige, gegenüberliegende Pfarrkirche erbaute.) Ebenso gilt dies für Zülz4) (Oberschlesien).'dessen Synagoge außen und innen die Hand