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Menorah · 1926-03-01 · Heft 3 (März 1926) · p. Seite 193

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 3 (März 1926)
Article
Zur Gründungsgeschichte der Wiener Religionsschule
Date
1926-03-01
Page
Seite 193 (sequence 8)
Language
German
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GRÜND.-GESCHICHTE DER WR. RELIGIONSSCHULE 193 Sie vollführten selbe mit möglichster Thätigkeit und dergestalter Beschleunigung, daß sie den ganzen Entwurf, nebst dazu verfaßten Bericht schon am 13. des gedachten Monates August an die H. Repräsentanten und Vertreter zur allseitigen Unterschrift und weilere Verfügung übergeben konnten." In jenen ihren Erörterungen sowohl, als in ihrem Berichte sagten die Unterzeichnelen unter anderm auch deutlich, „daß von den H. Repr. u. Vertr. drey sachkundige Individuen als Vorsieher zu wählen wären, denen das ganze dießiallige Schulwesen, so wie die genaue Aufsicht über den Unterricht obzuliegen hat, und somit glauben die Gefertigten sich ihrer Eigenschaft, als zur Organisierung dieses Schulwesens ernannte Commissairs gänzlich entledigt zu haben. Allein mit Bedauern mußlcn sie bemerken, daß von Seiten der H. Repr. u. Vertr. noch bis zu dieser Stunde nichts zur Beförderung dieser edlen Sache geschehen ist. Noch sind keine Schulvorsteher, wie es die gule Ordnung erfordert, gewählt, um wenigstens vor der Hand die verschiedenen Anfragen der bey der Sache interessierten Aeltern und mehrere Individuen gehörig befriedigen zu können. Selbst die von den Unterzeichneten vorgeschlagene Aufnahme des Lehrers in der Person des H. Salomon Herz, scheint nur blos durch Stillschweigen, und also nur sehr oberflächlich, beslättiget zu seyn. Bios um der guten Sache keinen Aufschub leiden zu lassen, besorgten die gefertigten die Aufnahme und Einschreibung der Kinder, dann auch die Anschaffung der nöthigen Schulrequisiten, die nun noch in dieser Woche gänzlich hergestellt seyn werden. Da aber einerseits die nöthigen Schulbücher noch mangeln, andererseits auch die Schüler und deren Aeltern die Unterzeichneten täglich mit verschiedenen Anfragen angehen, die sie unmöglich bestimmt beantworten können; daher Niemand weiß, woran er ist, eine solche Ungewißheit in einer für so viele Familienväter sehr wichtigen Angelegenheit aber keinen günstigen Eindruck auf das dabei interessirte Publikum machen kann, auch die Unterzeichneten nicht in dem nachtheiligen Lichte, als ob die Verzögerungen ihrerseits statt fänden, erscheinen wollen, so halten sie es für dienlich hiemit die Erinnerung zu machen, daß es höchst nothwendig sey, die Schulvorsleher zu erwählen (damit diejenigen, die in dieser Schulangelegenheit eine Auskunft verlangen, sich zu verwenden wissen) und ihnen zugleich für die in den Kreis ihrer Geschäftsleitiing einschlagenden Ausgaben die nöthigen Fonds anzuweisen. Wien den 14. Okt. 1812. Max E. v. Hönigsberg — David Werlheim — Landesmann." Im Herbst 1812 erfolgte wohl die Einschreibung der ersten Schüler, die Schule ist aber noch lange nicht fertig. Nachdem am 2. Jänner 1813 die Polizeioberdirektion die Vertreter aufgefordert hatte, eine Mädchenklasse zu errichten und für ein entsprechendes Lokal zu sorgen, reichen die Vertreter am 15. Jänner 1813 bei der niederösterreichischen Regierung den Schulplan ein. Doch kann dieser kaum so bald zur Ausführung gelangt sein. Die Vertreter ließen sich vielmehr erst im März 1813 aus Frankfurt am Main den Plan des dortigen Philantropin kommen, offenbar um den Schulplan nochmals zu beraten. Der Frankfurter Plan, von der Hand des Oberlehrers Dr. Michael Heß, wird den Vertretern durch den Vorsteher S. Geisenheimer übermittelt. Die Polizeioberdirektion verlangt unter dem 16. Juli 1813 zunächst nochmals eine „genaue Äußerung, wie die neu zu errichtende isr. Schule eigentlich beschaffen seyn soll, ob blos Religions- oder deutsche Normalschule", findet den von den Vertretern eingereichten Plan zu bewilligen, doch unter drei Beschränkungen: a) daß gar kein Zwang des Besuches einzuteilen haben, und die Schule als Privatanstalt

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