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Menorah · 1926-03-01 · Heft 3 (März 1926) · p. Seite 189

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 3 (März 1926)
Article
Zur Gründungsgeschichte der Wiener Religionsschule
Date
1926-03-01
Page
Seite 189 (sequence 4)
Language
German
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GRÜND. GESCHICHTE DER WR. RELIGIONSSCHULE 189 im Herbst des Jahres 1782 erfolgt die Zulassung zum Besuch der Gymnasien. In der bezüglichen Verordnung Josefs II. heißt es: ,,.. . Zweitens werden die Lehrer nicht nur durch eigenes unpartheyisches und liebreiches Betragen ihren Schülern das Beispiel einer anständigen Begegnung und Verträglichkeit geben, sondern auch die christliche Jugend von Zeit zu Zeit hiezu ermahnen und die dagegen handelnden mit in die Augen fallender Strenge bestrafen." Diese Verordnung enthält auch die Verfügung, daß die Judenknaben immer etwas später in die Schule kommen sollen, „wann das allgemeine Schulgebet bereits geendiget ist." Die Wiener Juden trafen indes keine Veranstaltung zur Errichtung einer eigenen Schule. Die Regierung richtet am 6. März 1782 eine diesbezügliche Aufforderung an sie und wiederholt diese öfters. Eine charakteristische Urgenz sei hiehergesetzt. An die hiesige Judenschaf 1. Bereits unterm 16. (6.) März dieses Jahres ist infolge höchster Entschließung von der hiesigen Judenschaft die Erklärung abgefordert worden, ob sie eine eigene, nach der höchsten Vorschrift eingerichtete Hauptschule zu errichten gedenke, und was in diesem Falle für drey Subjekten sie zum ordnungsmäßigen Unterrichte in der Normallehrart vorschlagen, um sie an die hiesige Ober-aufsicht der deutschen Schulen anweisen zu können, dieselben auch zu seiner Zeit die Vorlegung des ihrer eigenen Verfassung überlassenen Entwurfes eines nach den vorgeschriebenen Grundsätzen eingerichteten moralischen Vorlesebuches aufgetragen worden, damit nach hierüber einvernommener hiesigen Oherauf sieht der deutschen Schulen dieser Entwurf zur endlichen Begenehmigung höchsten Orts überreicht werden könne. Da nun von ein so andern bis nun zu noch nichts zum Vorschein gekommen, annebst die diesfällige Berichts-Erstattung durch Hofdekret vom 12. dieses betrieben worden ist. Daß wird ihr hiesigen Judenschaft hiemit aufgetragen ihre Erklärung wegen Errichtung einer Hauptschule den Vorschlag dreyer Subjekten zum diesfälligen Lehramte, dann den Entwurf des Normal Vorlesebuches fördersumst hieher zu überreichen. Ex Cons> reg inter< Aust. Wienn, den 30. July 782. Martschläger Math. Ferd. N. Ö. Regierungssekretär Die Seitenstettengasse 1926 links: Das Gebäude der Kultusgemeinde, in dessen Hofe der Tempel steht

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