Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 3 (März 1926)
- Article
- Hundert Jahre sakraler Kunst im Wiener Stadttempel
- Date
- 1926-03-01
- Page
- Seite 170 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2912821-2912853-2912857-2917110--02938-2917223- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
170 MENORA II Lulabslänclcr mil Elhtrogbehällcr Thoraschild (1814) uns dem Jahn» 1861 zu erwähnen. Am wenigsten l'ür die sakrale Kunst im Stadltempel sprechen die vorhandenen T Ii o r am ä n t e 1 e h e n. Einigermaßen in gutem Zeitstile ist der weiföbrokatene Mantel aus dem Jahre 1839 ausgeführt, der im Tempel vorhanden ist, zwei frühere gute Stücke aus dem Jahre 1829. roter Plüsch und grüner Samt mit goldgelbem Samteinsalz, besitzt das jüdische Museum, wie auch drei andere aus den Jahren 1840. 184;") und 1856. Ein weißbrokalener Thoramantel mit (iold- und Seidenstickerei ist das e i n z i g e Stück unter allen Paramenten, welches sich ausdrücklich als j ü d i s c h e A r b e i t bezeichnet. Aber auch im S i 11) e rschätz e. den der Wiener Stadltempel birgt, sind jüdische Silberschmiede bei keinem der Stücke festzustellen. Das A t e- 1 i e r S i m o n, in welchem auch der erste Silberzierat für den Leopoldstädler Tempel hergestellt wurde, kommt nicht in Betracht, da es sich hier nur um die jüdische Eirma handelt. Und dennoch kann es dem Geschmack des Geschäftsinhabers entsprechen, daß der L u 1 a bs t ä n d c r und Elhrogbehälter, der im Tempel benutzt wird, eine gelungene Kombination darstellt. Daß dies nicht so einfach ist. beweist ein monströses Kultgefäß