Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 3 (März 1926)
- Article
- Hundert Jahre sakraler Kunst im Wiener Stadttempel
- Date
- 1926-03-01
- Page
- Seite 169 (sequence 5)
- Language
- German
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HUNDERT JAHRE SAKRALER KUNST USW. Kanzelbehang gespendet von Gerson und Xressl Kohn (1799) mit schön ornamentierter Goldstickerei in edlem Empirestil, die Rachels (Rechla). die Gattin von I). L. Iliodcrninii n, aus Anlaß der Bar Mizwah ihres Sohnes Zwi Hirsch im Jährt1 1834 widmete. Jonas von K (") n i g s w a r l c r und sein Sohn Moriz erscheinen noch dreimal als Donatoren von Altardecken (18(>l, 1872. 1897), die vom Gesichtspunkte der Kunst unbedeutend sind. Das ist auch von den K a n z e I h e h ä n g e n zu sagen, von denen im Tempel nur f ü n f Stücke aus den Jahren 1864, 1870. 1896 (zweimal) und 190;) vorhanden sind, während das jüdische Museum drei Stücke1 aufbewahrt. Davon ist das hier bildlich wiedergegebene sowohl historisch, als auch künstlerisch hervorzuheben. Es ist aus grüner Damastseide verfertigt, hat ein Mittelstück aus rotem Samt, ist mit Wappen geziert und reich goldgestickt. Die Inschrift besagt, daß dieser Behang von Gerson (Caspar) und Kressl (Elisabeth) Kohn im Jahre1 1799 gespendet und dann von deren Tochter Jentel (Henriette. Nanetle). verehelichten Samuel (Siegmund) von W e r t h e i m s t e i n. im Jahre 1832 renoviert worden ist. Neben diesem Stück ist noch ein Behang aus dem Jahre1 1839. grüne Damastseide mit Samtspiegel, eine Spende von M. L. Biedermann, und ein rotes Brokalstück von Baron Jonas von Königswarter