Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 3 (März 1926)
- Article
- Hundert Jahre sakraler Kunst im Wiener Stadttempel
- Date
- 1926-03-01
- Page
- Seite 168 (sequence 4)
- Language
- German
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IGS M E N O R A II reicher Empire- Silberstickerei gehalten. Feiner Silberbrokai mit reicher Goldstikkerei in Zeiistil mil Hanken um das ovale Inschrift Tel d und Füllhornmofiven /wischen Blättern und Blüten an den Rändern, zeigt der liier reproduzierte Vorhang, den Zwi Hermann Itaron von T o d e s c o aus Anlaß der Altardecke geslii'lel von M. L. Biedermann (1834) Verehelichung seiner Tochter Xuna mit Ephraim Porges für das Bethaus widmete. Die weiteren Donalionsjahro sind 1839, 1842. 1857, 1858. 1859, 1861, 1866. 1868, 1876, 1890. 1891, 1895, 1897, 1902, 1907 und 1923 und ein Stück ist ohne Angabe des Jahres. Von diesen 18 Stücken sind künstlerisch wertvoll hauptsächlich die älteren bis gegen das Ende der Sechzigerjahre, darunter ein grüner Seidendamastvorhang (1839) von M. L. Bi ed e r m a n n und ein rotes Plüschstück mit überreicher Goldstickerei (1859). das die Kinder M. L. Biedermanns dem Andenken ihrer Mutter Sarah widmeten. Die neueren Stücke jedoch, mit Ausnahme zweier,, eines alten Gobelins in Petit point als Spende von Rosalia Goldschmidt aus dem Jahre 1902 und eines üguralen französischen Seidengobelins als Widmung der Familie Helene und Markus Engel, wirken sämtlich, teilweise in ödem Sezessionsstil gehalten, nüchtern und nichtssagend. Von den anderen Paramenten. den Kanzelbehängen. Altardecken (Schulchan-) und den Thoramänleln. ist aus der älteren Zeit weniger erhalten als von den Vorhängen vor dem Thoraschrein. Die älteste Altar decke, die in der Seitenstet ttmgasse noch in Verwendung steht, stammt aus dem Jahre 1849. Das Stück ist kunsthistorisch weniger bedeutend als die hier reproduzierte Decke aus rotem Samt